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Fünf Jahrzehnte in der Weltmission!

Missionstag - Himmelfahrt - 20. Mai 2004
700 Gäste feierten Himmelfahrt mit der  Mission in Velbert!

Durch Gottes Gnade durften wir ein halbes Jahrhundert an Weltmission beteiligt sein, wahrlich ein Grund, zu feiern und den Herrn zu preisen.

In diesen fünfzig Jahren wurden 88 Missionare von der Velberter Mission ausgesandt. Der Aktionsradius erstreckte sich auf 21 Länder. Zur Zeit arbeiten 39 VM-Missionare in 16 Ländern, über die Hälfte sind im islamischen Umfeld tätig. Hinter diesen Zahlen stehen viele Gebete und Opfer, die nur der Herr allein zählen kann. Ein schneller Rechner hatte festgestellt, dass die VM durch ihre 50jährige Tätigkeit in der Weltmission mit 2,5 % an der Missionsgeschichte beteiligt ist; ein kleiner, aber nicht zu übersehender Anteil.

Bis zu 700 Besucher feierten mit uns am Himmelfahrtstag in Velbert. Von weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus kamen unsere Gäste in die Christuskirche. Eine große und wohlklingende Delegation, der Chor der Freien Christengemeinde Linz, unterstrich die über Jahrzehnte bestehende Partnerschaft und Verbundenheit mit den Freien Christengemeinden in Österreich. Viele Akteure verschönerten unser Fest: die Brass Band aus Wuppertal, die Live Band mit Christiane Zielke und das Lobpreisteam aus Velbert.

Es gibt noch Land einzunehmen

Am Vormittag wurden wir darauf hingewiesen, nicht in der Rückschau zu verharren. Klaus Winter, langjähriger Leiter der Freien Christengemeinden Österreichs, erinnerte an Josua und das Volk Israel. Nach der Befreiung aus der Sklaverei Ägyptens und der Überwindung einer langen Durststrecke durch die Wüste waren sie noch nicht am Ziel. Das Land, das voll Milch und Honig fl oss, musste erst noch erobert werden. Auch heute sind noch viele Millionen Menschen regelrecht zu erobern. Viele Völker haben das Evangelium noch nicht gehört. Was Gott Josua mit in den Kampf gab, gilt uns im übertragenen Sinn auch: "Erschrecke nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der Herr, dein Gott, wo immer du hingehst". Wir befinden uns noch immer im Vormarsch. Wir ziehen uns nicht zurück, es gibt noch Land einzunehmen. Das wurde durch unsere Missionskandidaten Anna und Joel Kleefeld mit ihrer kleinen Tochter Rebekka bekräftigt, die bald in den Norden Ghana's ausreisen wollen, um "neues Land einzunehmen".

Unsere Missionare, es waren diesmal 17 in unserer Mitte, beschrieben sehr anschaulich, mit welcher Haltung oder Einstellung gekämpft werden muss, so dass gebundene Menschen für Jesus erobert werden. Durch ihre Beiträge zeigten sie, dass Mission eine ganz normale Sache ist. Normal ja, und doch, wo wären wir, wenn der Herr nicht das Gelingen schenkt und der Heilige Geist selbst die Herzen öffnet und bewegt. Hier ein kleiner Ausschnitt der Zeugnisse.

Gott braucht ganz normale Menschen

Gott braucht keine Elitesoldaten, sondern einfach ganz normale Menschen. Matthias und Renate Korsinek sagten es deutlich: "Wir waren, bevor wir nach Indien gingen, eine ganz normale Familie und jetzt, nach drei ein halb Jahren als Missionare im Einsatz, sind wir immer noch eine ganz normale Familie. Es war nichts Aufgesetztes, nichts Gemachtes, sondern einfach Jesu Leuchtkraft in unserem Alltag." Matthias berichtete, wie die hinduistischen Nachbarn auf ihre Familienandachten neugierig wurden. Ihre Kinder wurden ausgefragt: "Was macht ihr da?" Dann kommt es heraus, aus dem Munde der Kinder: "Wir lieben Jesus!" Ein Anruf, eine muslimische Frau hatte sich verwählt, etliche Anrufe folgen, einige Treffen werden arrangiert, sie wird eine wieder geborene Christin. Der Techniker aus Deutschland, für zwei Monate Gast, um Solarkocher und Kühlschränke zu testen, bekehrt sich noch auf dem Weg zurück nach Deutschland. Alles durch eine normale Familie, alles ohne Eliteeinheiten.

Lieben, Suchen, Bezeugen

Andere Missionare berichten von ihrer Kampftaktik. Sie lautet einfach "L. S. B"., das steht für Lieben, Suchen, Bezeugen. Wir lieben die fremde Kultur, wir lernen die Sprache, wir begegnen uns auf gleicher Plattform. Die Liebe macht uns gewiss, dass der Heilige Geist viele Menschen erreichen wird und sie gebrauchen kann. Er sucht für uns und stellt uns diese Menschen in den Weg. Dann bezeugen und bekennen wir Jesus, und das mit unserem ganzen Sein. Aus allen Ritzen unseres Lebens muss Jesus sichtbar sein.

Mission heißt nicht Bevormundung oder Besserwisserei. Es geht darum, Beziehungen zu entwickeln, Vertrauen zu schaffen, gegenseitige Annahme zu fördern, so dass sich die Herzen für das Evangelium öffnen. Bodo und Katja Hoffmann aus Kwazulu Natal arbeiten in einem Land, dass stark unter einem Bruch der menschlichen Beziehungen leidet. Südafrika hatte in der Vergangenheit systematisch Kulturen und Völker getrennt, so dass dort heute noch die Beziehungen unter den vielen Volksgruppen gestört sind. "Hinter uns liegen etliche erfolgreiche und gesegnete Evangelisationen. Wir stehen in einer hoffnungsvollen Gemeindegründungsarbeit," berichtet Bodo. "Aber der größte Erfolg war der, als unsere Zulus uns mit Tränen in ihren Augen verabschiedeten. Wir fühlen uns angenommen. Zululand ist unser Zuhause."

"Mission ist praktisches Christentum,"

... sagte Stefan Winkler, und so bleibt sie eine Selbstverständlichkeit. Ohne Spektakel, ganz normal, mit normalen Missionaren und normalen Missionsfreunden mit Stärken und Schwächen, erobern wir kostbare Seelen für den Herrn. Matthias und Tanja Liebrecht erinnern uns noch an den größten Sandkasten der Welt, Mali, in Westafrika. In der Hitze haben sie bis jetzt 11 % der Bibel übersetzen können. Noch 89 % der gesamten Arbeit liegen vor ihnen. "Der Esel des Nachbarn hilft, daran zu denken. Er schreit es jeden Tag deutlich: ,'. A. i. A'. "Zwei Buchstaben, mehr kann er nicht schreien. Aber sie erinnern uns jedes Mal daran, wir sind immer noch im Auftrag."

In diesem Sinne haben wir unser Missionsfest und das 50jährige Jubiläum gefeiert. Mit Euch und durch Euch, unsere lieben Missionsfreunde, ziehen wir im Auftrag weiter, bis Jesus wiederkommt.





Christuskirche in Velbert





Anwesende Missionare der Velberter Mission


 
 
 

 

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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