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Verschlossene Welten - Das 10 / 40 - Fenster

 
 

Überraschung im Taxi

sag mal, bist du Christ?
Erlebt in Nordafrika

 

Vor einigen Wochen trafen wir uns mit Freunden im Haus einer Familie, das sich in einem anderen Stadtteil befindet, um miteinander zu beten und uns über verschiedene Dinge auszutauschen. Nach diesem Meeting waren wir alle fünf sehr müde und wollten nur noch nach Hause. Ich sah mir den Taxifahrer von der Seite an und hoffte inständig, dass er mich einfach in Ruhe lässt und mir nicht das sonst übliche Palaver aufnötigt. Alles schien gut zu gehen, doch nach der ersten Streckenhälfte sprach er mich an: „Sag mal, bist du Christ oder Muslim?“ Etwas widerwillig sagte ich ihm ein paar Dinge über meinen Glauben. Daraufhin zeigte er mir sein, auf der Pulsschlagader eintätowiertes Kreuz und sagte: „Ich bin auch Christ, aber ich gehe kaum zur Kirche. Ich fühle mich sehr weit weg von Gott. Er scheint meine Gebete gar nicht hören zu wollen.“ Daraufhin erzählte ich ihm etwas davon, wie ich die Liebe Gottes erlebt habe. Er hörte mir aufmerksam zu und stellte laufend neue Fragen.

Es ist, als wenn Jesus mich ansieht! Inzwischen war mir innerlich klar geworden, dass Gott hier eine Tür geöffnet hatte, an der ich einfach nicht vorüber gehen durfte. Am Ziel angekommen, stiegen meine Frau und die Kinder aus, während ich im Auto sitzen blieb und das Gespräch fortsetzte. Plötzlich sah er mir in die Augen und sagte: „Wenn ich dir so ins Gesicht sehe, dann kommt es mir so vor, als ob Jesus mich ansieht.“ Daraufhin sagte ich zu ihm: „Wenn du willst, können wir zusammen beten, dass Jesus neu in dein Leben kommt und du ihn genauso erlebst wie ich“. Er war sofort einverstanden und so beteten wir. Ich sagte ihm vorher noch, dass er seine Sünden bekennen und Jesus sein Leben übereignen solle. Danach würde ich dann für ihn beten. Gesagt, getan. Er betete zuerst und dann legte ich meine Hand auf seine Schultern und bat Gott darum, diesen Menschen neu mit seinem Geist zu füllen. Am Ende lud er mich zu sich nach Hause ein. Ich sollte unbedingt seine Familie kennen lernen und auch mit ihnen beten. Am nächsten Tag holte er mich ab und ich verbrachte einige Stunden im Kreise seiner Familie. Die ganze Zeit über erzählte ich ihnen nur von Jesus, von der Bedeutung des Kreuzesgeschehens, sowie von der Notwendigkeit einer willentlichen Lebensübergabe. Sie schienen dafür offen zu sein. Zum Schluss betete ich mit seiner Mutter, seiner Frau und zwei Brüdern in derselben Weise wie mit ihm. Dass diese Familie einen solchen Schritt nötig hatte, war schon daran zu erkennen, dass sowohl im Taxi als auch in der Wohnung eine Reihe von Amuletten herumhingen. Natürlich habe ich ihm sofort gesagt, dass diese Dinge zum „Service-Angebot“ des Teufels gehören und demzufolge mit Jesus unvereinbar sind. Ich bin gespannt, ob sie noch dort hängen, wenn ich die Familie das nächste Mal besuchen gehe. Ich kann im Augenblick nicht sagen, wie viel diese Gebete bei ihnen bewirkt haben. Sie brauchen sicher noch mehr Zuwendung und Hilfe. Gott hat jedoch völlig überraschend eine Tür geöffnet, durch die ich hindurchzugehen versucht habe. Dabei ist mir neu deutlich geworden, dass ER es ist, der die Werke vorbereitet, die wir tun sollen. Niemand hätte so etwas planen können.

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