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Bulgarien

Start in einer neuen Kultur

 
 

Seit acht Monaten bin ich jetzt in Bulgarien. Es ist schon spannend,
sich in ein ganz neues Umfeld, in eine neue Kultur einzuleben.

Was ist anders in Bulgarien?

Obwohl nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt (oder in meinem Fall besser gesagt, 30 Stunden mit dem Auto), gibt es doch einige Unterschiede. Zurzeit ist es sehr sommerlich (30° C) und ich genieße die warmen Temperaturen. Das Klima ist hier kontinental. Das heißt, dass die Temperaturen im Winter auch recht frostig werden können. Trotz warmer Kleidung und Schuhen friert man, weil die Räumlichkeiten nicht so gut beheizt sind. So ist mir im letzten Winter sogar das Spülmittel in der Küche eingefroren. Da es hier üblich ist, dass man die Schuhe auszieht, wenn man ein Haus betritt, sollte man im Winter immer warme Hausschuhe dabei haben.

Was mir sehr zusagt, ist die bulgarische Küche. Es gibt z.B. Mousaka, das ist so eine Art bulgarische Lasagne mit Kartoffeln, Hackfleisch und bulgarischen Gewürzen. Sehr lecker schmeckt der weiße Salzlakenkäse und der gelbliche Kaschkawal, eine Art Hartkäse. Besonders mag ich auch den bulgarischen Joghurt, der säuerlich ist. Diesem Joghurt wird nachgesagt, dass er sehr gesund ist. Ein Wissenschaftler hat wohl herausgefunden, dass die hohe Lebenserwartung der bulgarischen Bauern damit zusammenhängt (gut zu wissen). Schmackhaft und gesund ist auch das frische Obst und Gemüse. Vieles kommt aus Kleingärten und wird auf dem Markt verkauft.

Ostern war ich bei einer Familie eingeladen und es gab Suppe als Vorspeise. Ich habe mich gewundert, was da für komische Sachen in der Suppe schwammen. Ich fragte nach und erfuhr, dass es allerlei Innereien von einem Zicklein waren. Daraufhin habe ich meine Suppe nur noch ohne diese „appetitlichen“ Leckereien ausgelöffelt. Das Auge isst mit. Gewöhnungsbedürftig sind auch die bulgarischen Straßenverhältnisse. Einmal hätte ich fast einen Unfall gebaut, weil ich davon ausging, dass man im Kreisverkehr Vorfahrt hat. In diesem Fall war aber die Vorfahrt anders geregelt durch Verkehrsschilder, was mir jedoch nicht auffiel. So wäre ich beinahe mit einem Fahrschulauto zusammengestoßen. Der Fahrlehrer schien recht aufgebracht hinter seiner Windschutzscheibe. Preis dem Herrn für diese und manch andere Bewahrung.

Wie sieht die Herausforderung in der neuen Kultur aus?

Ich staune, dass ich nun tatsächlich in einer anderen Kultur lebe. Es war ja eine lange Vorbereitung auf dieses Ziel hin. Es ist für mich ein Wunder, wie mich der Herr Schritt für Schritt geführt hat. Das Wichtigste ist nun, in die neue Sprache hineinzuwachsen. Das ist eine wesentliche Grundlage, um Land und Leute besser kennen zu lernen. Gestern hatte mich ein Mann auf der Straße angesprochen, der sehr selten als Gast in unsere Gemeinde kommt. Er hatte mich von dort aber erkannt und wir haben ein gutes Gespräch (auf Bulgarisch) geführt. Er hat einige Vorurteile gegenüber Gemeinde und Bibel. Nach seinem Wirtschaftsstudium konnte er keine Arbeit finden und lebt alleine ohne Familie und Angehörige. Eine schwierige Situation. Ich habe versucht, ihn zu ermutigen, auf Jesus zu vertrauen, die Gemeinde zu besuchen und dort Freunde zu finden. Am Freitag möchte er in die Gebetsstunde kommen. Auch wenn mein Bulgarisch noch sehr lückenhaft ist, geht es mit der Sprache doch Schritt für Schritt voran. Ich bin echt dankbar für die Pfingstgemeinde, der ich hier angehöre und in der ich mich sehr wohl fühle. Das ist eine unschätzbare Hilfe für den neuen Anfang.

Nun gilt es auch weiter dem Herrn zu vertrauen, der bis hierher geführt hat. Wie wird sich die Aufgabe hier entwickeln unter den Romas, den türkischen Leuten und der Kinderevangelisation? In welchen Orten und Städten, mit welchen Kontakten und Schwerpunkten? Vieles ist noch nicht sichtbar. Es ist gut zu wissen, dass der Herr den Weg kennt!
Es ist ein Vorrecht, die Beste aller Nachrichten an andere weitergeben zu können. Herzlichen Dank an euch alle, die ihr an mich denkt und mit für dieses Anliegen betet.

Euer
Horst Kappl

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Kappl 260

 

 


Bulgarien gehört zu den ärmsten Ländern Europas. Fast scheint es, als hätten die Christen dieses Land nach dem Ende des „Kalten Krieges“ vergessen. Deshalb freuen wir uns über die Berufung, die Horst Kappl für dieses Land bekommen hat.

Die Pfingstbewegung in Bulgarien hat uns gebeten, Horst Kappl zu ihnen zu senden. Sie benötigen qualifizierte Hilfe in vielen Bereichen. Besondere Unterstützung benötigt die Arbeit mit Kindern; dies wird daher ein Schwerpunkt der Arbeit sein.

Wir bitten unsere Missionsfreunde herzlich um Unterstützung für Horst Kappl und seinen Dienst in Bulgarien. Gemeinden, die Horst Kappl einladen möchten, wenden sich bitte an unser Büro.

Herzlichen Dank!

 

 

 

 

 

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