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Hallo, ich bin ein MK
Hier haben wir einige unserer MKs zu Wort kommen lassen:

Hallo, mein Name ist Hanna-Joy und ich bin fast 11 Jahre alt. Ich lebe mit meinem Bruder Joas Benjamin und meinen Eltern Thomas und Dörte R. in Kenia, genauer gesagt in Wajir, das liegt im Nordosten, wo es sehr trocken ist. Dort leben die Somalis.
Ich will euch mal meinen Tagesablauf erzählen..
Morgens stehen wir um 6.30 Uhr auf. Dann frühstücken wir gemeinsam als Familie. Danach haben wir mit Almut und Mirjana Andacht. (Almut und Mirjana machen zurzeit einen Kurzzeiteinsatz bei uns und wohnen in der Gästewohnung gleich neben uns).
Zur Schule müssen wir natürlich auch. Unser „Schulgebäude“ ist ein kleiner Raum auf dem Nachbargrundstück, wo ich mit meinem Bruder, Joas Benjamin, Almut und den Ziegen hinlaufe. Joas Benjamin und ich sind die einzigen Schüler, Almut ist zurzeit unsere Lehrerin. Die Ziegen nehmen wir mit, damit sie auf dem andern Grundstück etwas Gras fressen können. Auf dem Weg dorthin treffen wir viele Leute. Hier grüsst man jeden, auch wenn man ihn nicht kennt. Englisch. Zwar können nicht alle die Hauptsprache, aber „“ kann jeder.

Nach der Schule gehen wir wieder nach Hause und nehmen natürlich auch unsere Ziegen wieder mit. Wir essen dann Mittag und danach halten wir Mittagsschlaf. Am Nachmittag machen wir Hausaufgaben und versorgen die Tiere. Wir haben zwei Hunde, zwei Katzen, sieben Ziegen und Schafe, einen Hasen und viele Spinnen. Ich muss auch immer unsere Pflanzen gießen und noch Klavier üben.
Ab und zu gehe ich mit Joas-Benjamin unsere kenianischen Freunde besuchen. Wir haben mit Almut eine Bude gebaut. Dort spielen wir oft. Wenn die Moskitos kommen, gehen wir rein und duschen. Zum Abendessen, sind oft Leute da – Freunde oder Bekannte. Das heißt, dass wir selten allein sind. Mich nervt das manchmal, wenn jeden Tag irgendwelche Leute da sind, vor allem, weil wir dann nicht offen reden können. Wenn es noch nicht zu spät ist, liest Papa noch eine Geschichte vor. Ins Bett gehen wir dann meist Joas-Benjamin und ich sind froh, dass wir mit unseren Eltern in Kenia leben. Wir finden, dass das Leben hier viel spannender ist, als in Deutschland.

Hanna-Joy R.
 

Hanna-Joy R. lebt mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder seit 1999 im Nordosten Kenias. Auch sie werden über ein Fernschulprogramm unterrichtet. Sie werden im Unterricht von einer Lernhelferin betreut.

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Renner 550

(aus "Fokus Mission" 2/2006)

Joas Benjamin R. ist der Bruder von Hanna-Joy. Er erzählt uns, wie sein Freund Sammy lebt.

Mein Freund Sammy ist neun Jahre alt. Er ist von dem Stamm Kuria und lebt mit seiner Familie in einem sehr kleinen Haus in Wajir. Zur Familie gehören die Eltern, drei Schwestern und ein Hausmädchen. Das heißt, dass er der einzige Junge im Haus ist. Ich besuche ihn oft und wir denken uns unsere eigene Sprache aus. Sammys Familie lebt einfacher, als man sich denkt. Sie haben nur zwei Zimmer, ein stinkiges Außenklo und müssen sich mit einem Kanister waschen. Sie haben kein fließendes Wasser, sondern müssen Wasser von der Pumpe holen. Weil sie keine richtige Küche haben, kochen sie auf einem Kohleofen vor dem Haus.
 

Trotzdem sind sie zufrieden damit. Sammy geht auch in die Schule. Er geht in die sechste Klasse. 15 Minuten fährt er mit dem Bus dorthin. Der Schultag geht von 8.00 Uhr morgens bis 15.45 Uhr nachmittags. Seine Fächer sind Bio, Mathe, Geo, Sport, Englisch und Kiswahili. In Sammys Klasse sind 40 Schüler. Zu Hause muss er dann noch Hausaufgaben machen. Danach geht er Wasser holen und die Hühner füttern. Wenn er dann endlich Freizeit hat, spielt er Gitarre. Abends dürfen die Kinder so spät, wie sie wollen, ins Bett gehen. Sie müssen sich zu zweit ein Bett teilen und einige schlafen auf dem Fußboden.
So ist das Leben von meinem Freund Sammy und von vielen anderen Jungs aus Kenia.

Joas-Benjamin

MK

ist die Abkürzung für Missionarskind.34 Kinder gehören zu unserer großen VM-Familie, bald werden es 36.

Einige sind schon erwachsen, verheiratet und haben wieder Kinder. Die meisten MKs wurden nicht gefragt, ob sie in ein anderes Land gehen wollen, sie wurden dort geboren oder mitgenommen, als sie noch klein waren. Sie sind der Berufung ihrer Eltern gefolgt. Das fremde Land wurde ihnen zur Heimat und das Heimatland ihrer Eltern oft zum fremden Land.

Wir, als Velberter Mission, stehen hinter den Familien und es ist unser Wunsch, dass es ihnen gut geht und sich die Kinder wohl fühlen. Es ist uns ganz wichtig, dass sie eine gute Schulausbildung bekommen, die in Deutschland oder Europa anerkannt wird.
Da diese in einheimischen Schulen meist nicht möglich ist, müssen die MK’s oft eine Privatschule besuchen oder durch eine Fernschule unterrichtet werden. Beides ist mit Schulkosten verbunden. Zurzeit haben wir keine Kinder im Internat, sie leben alle zu Hause bei ihren Eltern.
 

Hier möchten wir euch unsere Missionarskinder ganz besonders ans Herz legen.

Sie brauchen euer Gebet:

  • für Bewahrung und Schutz vor Krankheit, vor Überfällen, vor Unfällen
  • für gute Freunde, in dem Land, in dem sie wohnen und in ihrem Heimatland
  • dass sie mit den verschiedenen Kulturen zurechtkommen
  • dass sie eine gute geistliche Heimat finden
  • dass sie eine gute schulische Ausbildung bekommen
  • dass sie, wenn sie zurück nach Deutschland kommen, den Anschluss schaffen

Sie brauchen eure Unterstützung: Wenn jemand gerne eines dieser Kinder unterstützen möchte, können Spenden auf die Projekte der jeweiligen Missionare mit dem Zusatz „Schulgeld“ überwiesen werden:
Neben einmaligen Spenden ist es eine große Hilfe, wenn eine monatliche Unterstützung gegeben, sozusagen eine Patenschaft für ein Kind übernommen wird. Damit ist nicht gemeint, dass das ganze Schulgeld von einem Kind gezahlt werden soll.
Auch kleine regelmäßige Beträge sind eine große Hilfe.
 

 
 
   
 
     

 

 

 

 

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