Nach Beendigung unserer Bibelschul-Ausbildung vor
15 Jahren, spürten wir beide den Ruf, dem Herrn
als Missionare unter einem islamischen Volk zu
dienen. Aber gleichzeitig wussten wir, dass uns eine Grundvoraussetzung
fehlt: nämlich eine gute Gemeinde, die als
geistliches Zuhause und als Basis dient.
In unserem Gemeindepraktikum zur Bibelschulzeit hatte
uns ein Ältester auf den Wendepunkt aufmerksam gemacht,
einem Reha-Zentrum für psychisch Kranke in Velbert-Langenberg.
Eine neue Arbeitsstelle und ein neuer Wohnort
bedeuteten auch eine neue Gemeinde und wir waren auf
eine längere Suche gefasst. Doch wir erlebten eine Überraschung,
denn gleich der erste Besuch in der Christlichen
Gemeinschaft Velbert beendete unsere Suche bereits. Es
ging direkt um das Thema Mission, und eine Gemeinde,
in der über Mission gesprochen wird, sollte unsere Heimat werden. Zu dieser schönen Überraschung kam noch ein
besonderes Geschenk hinzu: in Velbert ist die Velberter
Mission zu Hause!

Sowohl der damalige Gemeindepastor Dieter Mundt
als auch der damalige Missionsleiter Helmut Timm waren
immer wieder bereit, unsere Schritte auf dem Weg in die
Mission zu begleiten, gemeinsam zu suchen und vom Herrn zu erfragen. Auch die Ältesten nahmen unseren Ruf in die
Mission ernst und stellten sich hinter uns. Für uns wurde
die Velberter Gemeinde zu einem Schlüssel: unsere geistliche
Familie, die den Ruf Gottes auf unserem Leben sah und
gleichzeitig die geistliche Not der Somalis im Horn von
Afrika, zu denen wir gesandt waren. Wir hatten tatsächlich
die Gemeinde gefunden, die zu unserem geistlichen Zuhause
und gleichzeitig Basis für unseren Dienst wurde. Ohne unsere
Gemeinde würden uns tragende Wurzeln fehlen. Freunde,
Interesse, Gebet, Unterstützung und praktische Hilfe – von
ausgeliehenen Legosteinen über Hilfe für Schulmaterial bis
hin zur Wohnungseinrichtung, das ist wirklich Balsam für
die Seele.
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Verbindungen, die tragen:
Unsere Kinder haben mehr
Zeit in Kenia verbracht als
in Deutschland. Für sie sind
nur die Orte und die
Personen, zu denen wir
regelmäßig zurückkommen,
eine Verbindung zu ihrem
„Heimatland“. Für
Missionarskinder wird die
Heimatgemeinde ein Punkt, an
dem sie mit Deutschland
Verbindung aufnehmen und
Erinnerungen schaffen: z. B.
im Royal Ranger Camp oder in
den Gemeinderäumen spielen,
bis die Eltern endlich
fertig sind mit Gesprächen.
Übernachtungen bei Freunden
oder der Grundschullehrer,
der aus der Gemeinde kommt,
warme Kleidung von Freunden
… und vieles mehr.

Ein
besonderes Zeichen der
Verbundenheit setzte der
Besuch unseres Pastors
Andreas Warwel und des
Missionsleiters Siegfried
Bongartz. Sie kamen
gemeinsam mit ihren
Ehefrauen nach Kenia, um
sich ein Bild von unserem
Leben und unserer Arbeit zu
machen. Das hat uns sehr
viel bedeutet, weil man
vieles besser verstehen
kann, wenn man vor Ort die
Gerüche eingeatmet, das
lokale Essen gegessen und
einen Eindruck von der
Kultur und den geistlichen
Herausforderungen bekommen
hat.
Wir merken, dass wir die
Arbeit und den geistlichen
Dienst hier nicht alleine
tun, sondern dass die
Gemeinde hinter uns steht
und uns im Gebet den Rücken
stärkt. Und so wie es bei
unserer Aussendungsfeier
deutlich wurde, ist es auch
wirklich in der Praxis: Wir
sind hier der verlängerte
Arm der Gemeinde. Damals
wurde sogar eine
Adoptionsverpflichtung
unterschrieben; damit hat
die Christliche Gemeinschaft
Velbert das Volk, unter dem
wir arbeiten, adoptiert –
verbunden mit der Zusage,
regelmäßig für die Gründung
einer Gemeinde unter diesem
Volk zu beten, bis Gott die
Gebete erhört hat.
Mit dieser Kraft im Rücken
sind wir unterwegs für
Jesus.
Thomas und Dörte Renner
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Verwendungszweck-Angabe
für Spenden
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(Missionsnachrichten 03/2008)
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