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Lesotho

Ein Dienst der Nächstenliebe

Ihr unsere lieben Missionsfreunde, zu Beginn des neuen Jahres senden wir euch herzliche und warme, sommerliche Grüsse aus Lesotho. Wir hoffen dass ihr ruhige und gesegnete Feiertage im Kreise eurer Lieben hattet und dass ihr zuversichtlich und im Aufblick zum Herrn das neue Jahr begonnen habt. Auch wir wollen neu auf IHN blicken und IHM weiterhin vertrauen.

Fertigstellung des Kirchengebäudes

Nach einer geraumen Bauzeit ist unser Kirchengebäude in Thaba Bosiu nun auch fast fertig gestellt. Für eine Innendecke hatten wir allerdings noch nicht die dafür benötigten Gelder, doch die Stühle haben wir bereits bestellt und wir werden dieselben noch in dieser Woche aus Johannesburg, abholen. Sicherlich wird dann die Freude sehr groß sein. Unsere Geschwister an diesem Ort wollten doch lieber erst, wenn das Geld nicht reicht, Stühle haben bevor eine Decke eingezogen werden kann. Wir freuen uns sehr, dass die Fertigstellung dieses Gotteshauses nun in Sicht ist. Ja, der Herr ist treu und wir danken Ihm und auch allen, die uns soweit mit dem Bau dieses Gebäudes mitgeholfen haben. Gott segne euch dafür reichlich!

Aids – die Geisel Lesothos

HIV-AIDS ist hier im Land, obwohl viel zur Aufklärung getan wird, weiterhin ein sehr großes Problem. In der Wochenendzeitung wurde kürzlich berichtet, dass 31 % von der 2,2 Millionen Bevölkerung inzwischen davon infiziert sind. Im Jahre 2003 gab es dadurch angeblich hier in Lesotho bereits 100 000 Waisenkinder und 27 000 mit HIV-AIDS angesteckte Kinder. Es ist sehr tragisch! In der letzten Zeit gab es hier Organisationen, die Freitags ihre Geschäfte schon gar nicht mehr öffneten, dazu viele ihrer Angestellten wegen Beerdigungen, die hier in Lesotho meistens Samstags durchgeführt werden, fehlen.

Ganz zerlumpt, hungrig und krank klopfte Thabo wieder an unserer Haustür. Bitte helft mir! Wie oft haben wir diesen Mann schon geholfen, ihn neu eingekleidet, mit Lebens- und Waschmitteln versorgt, ihm warme Schlafsäcke und Decken gegeben und sogar auch schon bei uns arbeiten lassen. Doch irgendwie kommt er nicht zurecht. Natürlich haben wir ihn auch immer wieder auf Gott und Gottes Wort hingewiesen und auch zur Versammlung eingeladen, doch hat er sich bis heute noch nicht bekehrt und für den Herrn entschieden.

Nun, wir wollen einfach weiterhin, solange Gott ihn uns zur Tür schickt, den Dienst der Nächstenliebe an ihm erweisen. Wann immer ihr an Thabo erinnert werdet, betet doch auch bitte für ihn! Gott kann doch auch sein Leben verändern und ihn glücklich und zufrieden machen.

Großes Kinder-Camp

Dezember und Januar sind hier die Ferienmonate für die Schulen. Zum ersten Mal haben unsere Gemeinden gemeinsam ein Kinderwochenende, in Thaba Tseka, das ist ein Ort so richtig tief in den Bergen von Lesotho, durchgeführt. Insgesamt nahmen über 200 Kinder an diesem Camp teil.

Bereits Monate vorher trafen wir Kinder in unseren Gemeinden, die versuchten Süßigkeiten zu verkaufen um die benötigten Gelder für dieses Camp zusammen zu bekommen. Jeden gesparten Cent brachten sie dann zur Sonntagsschullehrerin, damit sie das Geld gut und sicher aufbewahrt.

Allerdings fing die Reise nach dorthin gleich mit Hindernissen an. Um 10 Uhr morgens trafen sich alle Kinder, so wie vereinbart, bei unserer Kirche. Sie waren sehr gespannt, was alles auf sie zukommen würde. Aufgeregt warteten sie auf den Bus, der sie abholen und nach Thaba Tseka bringen sollte. Sie hatten sehr lange zu warten, denn der im Voraus bezahlte Bus erschien erst nach 17.00 Uhr.

Doch dann ging die Fahrt los durch die wunderschönen Lesothoberge. Leider konnten die Kinder auch nicht viel von der Schönheit des Landes sehen, da es sehr schnell dunkel wurde. Erst um 4 Uhr morgens trafen sie dann am Ziel ein. So wie wir von den ersten Berichten erfuhren hatten sie aber dennoch eine schöne Zeit und manche Kinder haben dort eine Entscheidung für den Heiland getroffen und ihr Leben dem Herrn übergeben.

Ihr lieben Missionsfreunde, wir sind auch ganz gespannt was uns das neue Jahr alles bringen wird. Vielleicht werden wir auch so manche Überraschungen erleben. Doch wie dem auch sei. ER, unser Herr ist und bleibt Derselbe. ER verändert sich nicht und ist bei uns alle Tage. Dank sei IHM.

Von Herzen möchten wir auch euch danken dass ihr uns nicht vergessen habt. Für jede Ermutigung, für alle Fürbitten und für eure finanzielle Mithilfe in der Missionsarbeit im vergangenen Jahr, habt HERZLICHEN DANK! Wir bitten euch auch weiterhin unser fürbittend zu gedenken. Gott segne euch!

Eure, euch sehr dankbaren Missionare in Lesotho

Helga und Bernd Wenzel

(Missionsnachrichten 02/2005)


Gemeindehaus in Thaba Bosiu


Kinder der Gemeinde in Thaba Bosiu

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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