Mission in einer
sich verändernden Welt!
Reinhold Ulonska, Altpräses
des BFP, besuchte nach vielen Jahren
wieder das afrikanische Land Lesotho
und unsere Missionare Bernd und
Helga Wenzel. Er lässt uns mit
diesem Bericht an seiner Reise
teilhaben.
Ein Sprung in die Neuzeit!
Nach mehr als drei Jahrzehnten konnte ich eine ständig wiederholte Einladung zum Dienst in Lesotho annehmen. Als ich das erste Mal unser Missionsfeld Lesotho besuchte,
hatte meine Gastgeberfamilie, Bernd und Helga Wenzel, gerade frisch ihren Dienst dort angetreten. Damals sah es in Lesotho noch völlig
anders aus. Die Hauptstadt Maseru
hatte ca. 25.000 Einwohner, Infrastruktur und wirtschaftliche Entwicklung war noch sehr rückständig
und der Lebensstandard sehr niedrig. Viele Dinge gab es dort nicht zu kaufen. Das hat sich radikal geändert. Man kann von einem Sprung hinein in die Neuzeit reden. Maseru hat fast 400.000 Einwohner. Beeindruckende Geschäfte, Hochhäuser, Banken und ansprechende Wohnhäuser verändern das Stadtbild völlig. Im Land werden befestigte Straßen angelegt.
Die moderne Technik
ist überall zu finden. Aber diese positiven Strukturveränderungen brachten viele schwere Probleme. Viele Fabriken, die einst wie Pilze aus dem Boden schossen, haben geschlossen. Massenarbeitslosigkeit, zerfallene positive soziale
Bindungen, Suchtprobleme,
Kriminalität und Zukunftsängste sind die Folgen.
Leuchtfeuer-biblische Gemeinden
Ja, Lesotho ist ein Land, das mehr (oder weniger) in der Neuzeit
angekommen ist. Eine fähige Regierung versucht die Lebensverhältnisse
zu verbessern und die Zukunft zu sichern. Aber was die Probleme anbetrifft, können sie doch nicht alle lösen. Was mir aufs Herz fiel: Lesotho braucht das Evangelium dringender als je. Lesotho braucht auch die Hilfe ausländischer Missionen. Es ist ermutigend zu sehen, dass unsere einheimischen Gemeinden gute und fähige Leiterschaft haben und die ganze Bewegung ebenso. Sie nehmen die Herausforderungen ihres Landes an. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Gemeindepflanzung.
Um dem Land das Licht des Evangeliums zu geben, braucht es viele „Leuchtfeuer“, das heißt, biblische
Gemeinden. Mit großen Opfern
arbeiten sie hart an dem Ziel überall im Land, in „Rufnähe“ der Menschen Gemeinden zu gründen. Das ist nicht leicht. Die Majorität des Volkes ist nominell Katholisch, was viele dazu bringt, zu denken, dass sie ja schon Christen wären und das rettende Evangelium nicht brauchen. Unter einer dünnen
„Firnis-Schicht“ lebt das alte Heidentum weiter. Unsere Brüder lassen sich nicht entmutigen – sie verkündigen das Heil Gottes, versuchen
sozial zu helfen, Einfluss zu nehmen auf Medien und Gesetzgebung
und so ihrem Land Licht und Salz zu sein.
Nicht als Ausländer
Die Velberter Mission und die Missionare haben einen nicht zu überschätzenden Beitrag zum Heil (und auch zum Wohl!) der Menschen
geleistet. Gerade das Missionars-
Ehepaar Wenzel ist auch hierin vom Herrn gebraucht worden.
Sie waren im Laufe der Jahre Verkündiger, Evangelisten, Lehrer an der Bibelschule, Präsident der ganzen AFM-Missionsarbeit und AFM-Gemeinden in Lesotho und Brüder unter Brüdern. Am Anfang haben sie und die Einheimischen viel voneinander gelernt. Dann aber wurde es mehr und mehr ein miteinander lernen, um dem Land gemeinsam zu dienen. Die AFM-Gemeindebewegung hat einen fähigen einheimischen Präsidenten, und die Geschwister Wenzel fühlen sich nicht als Ausländer, sondern als Glieder dieser Bewegung. Es war die Liebe Jesu, die sie auf dieses
Missionsfeld brachte. Es war die Liebe Jesu, die sie trotz vieler Schwierigkeit und Entbehrungen auf dem Missionsfeld hielt. Es ist die Liebe Jesu, die sie mit den einheimischen
Brüdern verbindet und mit den Menschen dieses Landes!
„Missionarisch“
Mission ist Teilnahme an der Sendung Jesu und Hingabe an die Liebe Gottes, die keine erste, zweite
oder dritte Welt kennt, sondern die Menschen der ganzen Welt so liebt, dass er sie errettet sehen will! Wo die Liebe Gottes ausgegossen ist ins Herz, da drängt diese Liebe zu Ausflüssen zum Heil anderer Menschen. Das gilt total – für alle Christen – und macht „missionarisch“,
angefangen von der Nachbarschaft bis an die Enden der Erde! Christen sind für ihre Nächsten
ein Missionar oder sie sind selber wieder ein Missionsfeld.
Dankbar
Der Besuch in Lesotho hat mich dankbar gemacht für unsere Velberter Mission als Mission des BFP und ebenso dankbar für die treuen, selbstlosen Missionare. Durch sie wird stückweise Liebe Christi konkret und fruchtbar. Diese Liebe hört nicht auf – somit auch nicht Mission im Inland und Ausland, in guten und in bösen Tagen.
Mein Gebet ist, dass so etwas wie ein Ruck durch die Herzen der Gläubigen geht, der zum Zeugnis drängt, zum Opfer bereit ist und keine Mühe scheut, denn Gott will, dass alle Menschen gerettet werden,
indem sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Weiter vorwärts – mächtiger ist der Herr!
Im Blick auf die rasanten Entwicklungen
der Welt und ihrer Probleme, Zunahme von Sünde und Gesetzlosigkeit, Seuchen und Gewalt müssen wir sagen: „Ströme erheben, o Herr, Ströme erheben ihr Tosen, Ströme erheben ihr Brausen …“ Aber im Blick auf unseren
Gott, dem wir dienen wollen, dürfen wir bezeugen: „Mächtiger als das Tosen gewaltiger Wasser, wuchtiger als alle Riesenwellen des Meeres, viel mächtiger ist der Herr in der Höhe!“ (Psalm 93,3-4) Darum:
Weiter vorwärts! Gott segne unsere Gemeinden, Missionare und die Verantwortungsträger für unseren Bund und die Velberter Mission.
Reinhold Ulonska
(Missionsnachrichten 07/2005)
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Bernd Wenzel


Computerschulung


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