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Lesotho

Zeit, Liebe und Geduld

Liebe Missionsfreunde,

Vom Missionsfeld Lesotho senden wir euch ganz liebe Grüße. Auf dieser Seite der Erdkugel, wo wir nun mal hier in Afrika wohnen, zieht z. Z. der Frühling ein. Die ersten Obstbäume blühen und geben der Landschaft ein Erwachen aus dem Winterschlaf und einen herrlichen Anblick. Der so ersehnte Winterregen ist leider, bis jetzt, ausgeblieben und wir haben einfach zu wenig Wasser. Die Regierung hat die Bevölkerung aufgerufen sehr, sehr sparsam mit dem „Weißen Gold“, so wie es genannt wird, umzugehen. Man befürchtet eine große Trockenheit.

Zeit, Liebe und Geduld

Heute hatte ich eine Sitzung mit unserem Vorstand und Helga hatte eine Komiteesitzung mit den leitenden Schwestern am letzten Samstag. Für solche Sitzungen brauchen wir immer wieder eine gute Portion Zeit, Liebe und Geduld. Doch wir sind so dankbar für das gute Miteinander mit all unseren Brüdern und Schwestern hier im Land. Es ist so schön, gemeinsam Gottes Werk zu bauen, egal ob es um Gemeindebau, Bibelschule, Evangelisationen, Missionsschulen, Pionierarbeiten, Schneiderei oder was sonst noch, geht.

Ha Mofoka

Auf unserer Jahreskonferenz zu Ostern hatten wir wieder einige Brüder und Schwestern zum Dienst gesegnet und ausgesandt. Jetzt besuchen Helga und ich auch die neu ausgesandten Mitarbeiter an ihren Einsatzorten. Kürzlich besuchten wir unsere Gemeinde in Ha Mofoka. Es ist ein einfaches Dorf und wir hatten durch manche schmale Wege zu fahren, um unseren Versammlungsplatz zu erreichen. Hier also arbeitet nun unser junger Pastor Mothibeli mit seiner Frau für unseren Herrn und Heiland. Sie leisten einen recht guten Einsatz und immer wieder finden Einzelne den Weg zu Jesus und werden der Gemeinde hinzugetan. Für uns ist es immer noch ein großes Wunder, wenn Gott aus verlorenen Sündern frohe Gotteskinder macht und sie dann treu IHM nachfolgen. Gottes Wort sagt uns ja: “Also wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Busse tut“ und wir freuen uns mit und danken dem Herrn für Sein Wirken und das Wachstum in den einzelnen Gemeinden.

Artfestival

So Gott will und wir leben, werden wir im Oktober dieses Jahres von der Schneiderei aus wieder zum alljährlichen Art-Festival nach Morija gehen. Wir werden Bibeln und andere christliche Literatur in verschiedenen Sprachen anbieten und selbstverständlich auch unsere Produkte von der Schneiderei. Das Art-Festival ist eine recht große, internationale Sache in Lesotho geworden und wir wollen auch hier unser Licht für Jesus leuchten lassen.

Aidsproblem

Schlimmer und schlimmer wird es mit dem HIV-AIDS-Problem in Lesotho. Es betrifft ja nicht nur diejenigen, die mit dieser schrecklichen Krankheit befallen sind, sondern wir alle werden in irgend einer Weise damit konfrontiert und es beeinflusst auch die Arbeit. Es ist ja so furchtbar, wenn diese Krankheit erst einmal in einem Körper ist. Man weiß genau, dass es da so gut wie keine Hoffnung zur Besserung gibt. Ausgeglichene Ernährung und eine Arbeitsstelle ist in so einem Fall meistens genau so wichtig wie medizinische Hilfe, doch beides ist hier in diesem, noch so sehr unterentwickelten Land, schwer erschwinglich. Vielfach sind es ja noch junge Leute, die sterben und die dann ihre Kinder den Grosseltern hinterlassen. Wenn diese dann womöglich auch noch sterben, so landen solche Kinder oftmals auf der Strasse. Sollten sie dennoch irgendwie von der Verwandtschaft aufgenommen werden, so fehlt es hier am lieben Geld, um diese angenommenen Kinder mit zu versorgen, geschweige sie zur Schule zu schicken. Es ist schon ein riesiges Problem und die Zukunft sieht für viele nicht rosig aus. Hier heißt es auch für uns, die Hoffnung niemals aufzugeben und wir möchten auch immer wieder versuchen, diesen Not leidenden Menschen zu helfen. JESUS ist unsere einzige Hoffnung und wir bitten IHN auch uns, gerade was diese Situation betrifft, den rechten Weg zu weisen.

Euch, Ihr unsere lieben Missionsfreunde, möchten wir von Herzen danken für all Euer Verständnis und Euer Mittragen der Missionsarbeit, finanziell und im Gebet. Ohne Euch wäre unser Einsatz hier auch gar nicht möglich. Gott segne einen jeden und schenke uns gemeinsam neue Liebe, Freude und Hilfsbereitschaft für die Armen und Verlorenen. Vielleicht hören wir ja auch mal wieder etwas von Euch! In Liebe und Dankbarkeit verbleiben wir, Eure Euch sehr dankbaren Missionare

Helga und Bernd Wenzel

(Missionsnachrichten 10/2004)

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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