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Gott erscheint Harouna

Ihr lieben Freunde der Mission, heute wollen wir einmal Harouna Maïga, den Pastor einer kleinen Pfingstgemeinde in Gao, zu Wort kommen lassen:
„Ich heiße una Mahamane Maïga und wurde am 24.01.1960 um 04:29 Uhr in Gao in der Entbindungsstation geboren. Ich bin aus der großen Familie der Songhai, einer der größten Volksgruppen im Norden Malis. Mein Vater und meine Mutter sind beide Songhai, ich habe 10 Geschwister, 9 Brüder und eine Schwester. Heute leben nur noch zwei von uns (ein Bruder und ich). 1985 habe ich mein Studium als Vermessungsingenieur abgeschlossen und in diesem Beruf gearbeitet; von 1997 bis 2002 ein eigenes Bauunternehmen gehabt. Verheiratet bin ich mit Fatoumata Sy aus der Volksgruppe der Peul, mit der ich z.Z. 6 Kinder (Djénéba 14, Emmanuel Sanba 11, Mariam 8, Rachel Aicha 6, Naomi 4 und Lydie 2½) habe.

Der Herr ruft

Im Juli 1998 habe ich den HERRN in meiner Geburtsstadt Gao kennen gelernt, am 20.12.1998 wurde ich getauft. Im Dezember 1998 (in der Nacht des Mali20.12.) ist mir der HERR erschienen und hat mir gesagt, dass er mich für Sein Volk gebrauchen will: ich solle der Bevölkerung von Gao das Evangelium bringen. Am nächsten Tag erzählte ich dies meinem Pastor und seinem Assistenten, sowie einem gläubigen Zollbeamten, der zu dieser Zeit in Gao arbeitete. Ich hatte Angst und habe Gao verlassen, um nach Burkina Faso und anschließend nach Bamako, Hauptstadt Malis, zu gehen. Dort ist mir der HERR im Juli 2002 ein zweites Mal erschienen, um mir zu sagen, dass seine Gemeinde in Gao keinen Hirten hat und dass ich nach Gao zurückkehren soll. So bin ich also im September 2002 nach Gao gekommen, wo ich dem HERRN als Pastor und Evangelist der Eglise Biblique in Gao diene.

Gott öffnet eine große Tür

Gott hat eine große Tür geöffnet, so dass ich das Evangelium über alle freien Radiostationen in meiner Muttersprache, Songhai, predigen kann. Eine Aufgabe, die ich durch die Gnade des HERRN tun kann, da uns sogar ein Kassettenrekorder zum Aufnehmen der Kassetten für die Radiosendungen fehlt. Heute habe ich ein Büro nahe am Markt, wo ich meine Landsleute empfangen kann, um mit ihnen über das Evangelium sprechen zu können und sie ermahne, den HERRN Jesus Christus als ihren Herrn und Retter anzunehmen. Ein Ehepaar, Attaher und seine Frau, haben Jesus angenommen sowie Goumar, ein junger Mann aus Gao, der z. Z. bei uns wohnt, weil er von seinen Eltern verfolgt wird. Meine Frau und ich beten, dass Gott das Herz von Männern und Frauen, seinen Kindern, anrührt, um uns gemäß ihren Mitteln helfen zu können, das Evangelium dieser Volksgruppe der Songhai zu bringen, die ohne den Herrn Jesus Christus sterben. Gott segne euch. Amen!“

Glaube für das Unmögliche

Wir möchten hinzufügen, dass Harouna früher ein strenggläubiger Moslem und sogar Muezzin war, also zu den Gebetszeiten in der Moschee mit seiner kräftigen Stimme sang und sprach. Viele Marabuts kommen in sein Büro, um mit ihm über den Glauben zu diskutieren und zu fragen, warum er Christ geworden ist. Wir danken Gott für Harouna, der wirklich seine Landsleute in ihrer Sprache erreichen will und beten, dass diese kleine Gemeinde und auch die anderen noch sehr kleinen Gemeinden hier in Gao zum Durchbruch kommen und die gesamte Volksgruppe der Songhai sich zu Jesus wendet, für die wir die Bibel übersetzen dürfen. Danke, dass ihr die Übersetzung des Wortes Gottes durch eure Gebete und Gaben ermöglicht. Lasst uns weiterhin Glauben haben, auch für das Unmögliche, liebe Freunde! Siehe, ich bin der HERR, der Gott alles Fleisches! Sollte mir irgendein Ding unmöglich sein? Jeremia 32,27. Wir sind noch kräftig dabei, das Matthäus-Evangelium zu übersetzen; im Juni wollen wir es mit dem Berater aus Bamako überprüfen.

In Jesu Liebe herzlichst eure

Matthias & Tanja Liebrecht

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Liebrecht 500

(entnommen aus den VM-Nachrichten (06/2006))

 
 
   
 
     

 

 

 

 

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