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Liebt Gott wirklich die
Menschen im Norden Malis?

"… so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht…"

Als im Juni das Matthäus-Evangelium in der Sprache der Songhai überprüft wurde, war dies wieder eine großartige Gelegenheit, Gottes Wort auszusäen. Ein Lehrer und eine Nachbarin kamen zur Rückübersetzung, und gemeinsam mit ihnen gingen wir Wort für Wort durch das ganze Evangelium. Die beiden hatten schon vom Evangelium gehört, aber nun beschäftigten sie sich ganz intensiv damit. Der Lehrer bat zum Schluss sogar um eine Bibel. Zu beiden halten wir weiterhin den Kontakt, und wir gehen davon aus, dass das Wort Gottes und seine Liebe sie nicht unberührt gelassen haben.

… es wird nicht leer zu mir zurückkehren...

Inzwischen sind wir dabei, das Johannesevangelium zu übersetzen, die erste Hälfte ist schon geschafft. Sobald es überprüft ist, möchten wir alle vier Evangelien in einem Buch drucken und dann die übrigen Mose-Bücher anpeilen. Über die Evangelien werden sich natürlich ganz besonders die wenigen Songhai-Christen freuen. Die Moslems haben eher Interesse an dem 1. Mose-Büchlein gezeigt und einige von ihnen würden gern das Alte Testament in Songhai lesen. Das Neue Testament sagt ihnen bisher gar nichts. Die fünf Bücher Mose sind auch bei ihnen als Thora bekannt und geschätzt. Dies wird eine gute Grundlage sein, zu verstehen, warum Gott eine Stellvertretung in Form eines Opfers zur Sündenvergebung eingesetzt hat. So wird ihnen dann das Neue Testament in der Zukunft hoffentlich doch etwas – und mehr als nur etwas – zu sagen haben.

… sondern es wird bewirken ...

Als wir neulich auf einer Feier zur Namensgebung eines „saugfähigen“ Kleinkindes eingeladen wurden, konnten wir von unserer Arbeit hier erzählen und den Gastgebern 1. Mose in Songhai zeigen. Sie lasen begeistert darin und ein Besucher kommentierte: „Wir haben unsere Schriften ja nur in einer ausländischen Sprache, die wir nicht verstehen (arabisch). Aber dieses hier ist in unserer Sprache, die wir verstehen!“ Gerne möchten sie die Büchlein für Lese und Schreibunterricht in Songhai benutzen und wir wünschen uns, dass sie das auch wirklich tun werden.

... was mir gefällt…

Wenn möglich, treibt uns die Liebe Gottes zu den Menschen hinaus auf die Straßen, nicht nur in schriftlicher Form, sondern auch ganz praktisch. Gute Gelegenheiten ergeben sich immer auf dem Markt, wo wir als die Weißen „Ceeboori“ (Schönfuß = Matthias) und „Woybajja“ (einzige Frau = Tanja) bekannt sind. Fanta (eine Pastorenfrau) und Tanja versuchen, auch regelmäßig zu evangelisieren. Bitte betet doch für gute Gelegenheiten und die richtigen Worte.

... und ausführen, wozu ich es gesandt habe.“

Ob Gott andere Teile dieser Welt lieber hat als den Norden Malis? Ob andere Missionare besser sind als die, die es seit gut 50 Jahren hier gibt? Ob das Wort Gottes in Songhai je gelesen werden wird? Alle diese Fragen kann man sich stellen, wenn man sieht, dass es nach gut 50 Jahren Evangelisation nur wenige Christen gibt und es scheint, als ob Gott hier gar nichts tun würde, und die Leute absolut nichts vom Christentum hören möchten, ja der Boden einfach trocken und hart ist. Aber wir wissen und glauben, dass Gott nicht taub und blind ist und sich auch hier den Menschen offenbaren wird. Unser Gebet und das der wenigen Christen hier ist, dass sich die ganze Volksgruppe der 750.000 Songhai zu Jesus wendet. Helft bitte weiterhin mit und betet mit uns, dass dies geschieht und Gott seine Liebe und Herrlichkeit zeigt. Wir danken euch jedenfalls von Herzen für eure feste Gewissheit, dass sich erfüllt, was Gott versprochen hat und eure tiefe Überzeugung, dass die unsichtbare Welt Gottes Wirklichkeit ist, auch wenn wir sie noch nicht sehen können. Das ist Glaube nach Hebräer 11,1, den ihr bis hierher mit Finanzen und Gebeten gezeigt habt, auch wenn wir noch nicht von vielen Bekehrungen berichten können!

Ganz herzlich grüßen wir euch aus Mali,

Eure Matthias & Tanja Liebrecht 

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Liebrecht 500

(entnommen aus den VM-Nachrichten (11/2005))

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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