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Baixinhos
Die Kleinchen – unsere Verantwortung

In Mosambik wimmelt es nur so von Kindern. Wenn man Sonntag- morgen in eine Gemeinde kommt, ist fast die Hälfte der Anwesenden „Baixinhos“, das ist portugiesisch und heißt in etwa „die Kleinchen“. Da sitzen sie dann alle wie die Hühner auf der Stange, und wenn die Jüngsten unter ihnen kein Sitzfleisch mehr haben (ist ja bei zwei bis drei Stunden Gottesdienst normal), werden sie von einem Aufpasser energisch wieder auf ihren Platz verfrachtet. Da denke ich dann oftmals: „Die Ärmsten, die bräuchten jetzt ein Extraprogramm, das ihnen Spaß macht.“
Aber in den wenigsten einheimischen Gemeinden gibt es bis heute einen Kindergottesdienst. Wir sind sehr froh, dass in der Gemeinde, der wir uns angeschlossen haben, seit ein paar Monaten ein parallel zum Gottesdienst laufender Kindergottesdienst stattfindet.

 
 

Dort durfte ich inzwischen auch schon mithelfen und von meinem in Brasilien ausgearbeiteten portugiesischen Kinderstundenmaterial profitieren.

Warum ist es eigentlich so wichtig, die einheimischen Kinder persönlich anzusprechen oder zu erreichen, auch wenn das in dieser Kultur gar nicht so üblich ist? Eine allein stehende brasilianische Kindermissionarin in Chimoio sagte vor einigen Wochen zu mir: „Dass es Mosambik trotz der vielen Gemeinden immer noch so schlecht geht, liegt daran, dass nie etwas für die Kinder getan wurde“. Ich glaube, da ist etwas Wahres dran.

Das, was Kinder von klein auf lernen, prägt ihr ganzes Leben und darüber hinaus die ganze Gesellschaft. In einem Volk, das durchtränkt ist von Spiritismus und Aberglaube, von Misstrauen, Diebstahl und Lüge, von Gewalt und Gefühlskälte, haben die Kinder keine rosigen Zukunftschancen auf ein würdevolles, anständiges Leben. Sie lernen in frühestem Alter, wie man stiehlt, wie man die Tiere misshandelt, wie man am erfolgreichsten lügt oder welche Zauberrituale man einhalten muss, damit z.B. ein Baby gesund aufwächst oder eine Ehe glücklich wird (was natürlich in Wirklichkeit oft genau das Gegenteil bewirkt). Darum ist es für Mosambik überlebenswichtig, dass wir die Kinder mit dem Evangelium erreichen, damit sie die Wahrheit erkennen und die Wahrheit sie freimacht.

Es ist nicht schwer, Kinder, die noch nie eine Geschichte mit bunten Bildern oder eine Hand- puppe gesehen haben, mit einem kleinen geistlichen Programm zu begeistern. Als ich in unserer Gemeinde die Schöpfungsgeschichte erzählte, verfolgten sie gespannt jede Illustration.

Es gibt mir so viel Freude, mit Kindern zu arbeiten. In Zukunft möchten wir versuchen, in den umliegenden Gemeinden Kindertage durchzuführen und nach Möglichkeit auch Kindermitarbeiter zu schulen. Unsere Schule hier in Moyo Mucuru ist auch ein Platz, an dem schon über Jahre viele Kinder mit Jesus bekannt gemacht wurden. Unser Gebet ist, dass dadurch unsere Stadt Chimoio und die ganze Umgebung gesegnet und in Zukunft durch errettete junge Menschen die Bevölkerung verändert wird.

Darum betet bitte für die Kinder in Mosambik und in aller Welt!

Ruth Halstenberg




 


Ruth Halstenberg bringt
eine anschauliche Lektion

 

 




 

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Halstenberg 620

(aus "Fokus Mission" 2/2006)

 
     

 

 

 

 

 

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