| | Ihr Lieben,
nun ist Ostern schon wieder vorbei, und wir hoffen, dass ihr ein gesegnetes Auferstehungsfest hattet. Thomas war am Karfreitag auf einer Gemeindekonferenz eingeladen, wo er seine
"Nagelpredigt" hielt. Dabei handelt es sich um ein verblüffendes Experiment, bei dem einige Nägel an einem senkrecht in einem Holz befestigten Nagel aufgehängt werden, sodass das Ganze schließlich die Form eines Kreuzes ergibt. Thomas hatte diese Gegenstandslektion vor vielen Jahren mal von einem Freund gelernt und seitdem schon oft weitergegeben.
Jedesmal rief es großes Erstaunen hervor, und es hat eine unheimlich starke Aussagekraft:
Nägel können wehtun. Jesus selbst bekam das nicht nur in seinem Zimmermannsberuf, sondern besonders am Kreuz zu spüren. Auch wir haben oft, sinnbildlich gesehen, Nägel in unserm Fleisch: Verletzungen, Enttäuschungen, Versagen. Doch alle diese Nägel dürfen wir am Kreuz von Golgatha "aufhängen ". Jesus hat sie für uns getragen. Welch eine befreiende Botschaft!
Inzwischen können wir Entwarnung geben, was die Cholera angeht. Wir hatten um Fürbitte gebeten, da der Choleraerreger in unserer Provinz aufgetreten war und wir Sorge um unsere Schulkinder hatten. Tatsächlich zeigten sich einige Tage nach der öffentlichen Durchsage bei einem Erstklässler plötzlich entsprechende Symptome, sodass Thomas ihn mit Hilfe eines Lehrers sofort ins Krankenhaus brachte. Glücklicherweise wurde bei der Blutuntersuchung keine Cholera festgestellt. Aber für alle unsere Mitarbeiter in
Moyo Mucuru war es ein Warnhinweis, und wir haben seitdem die regelmäßige Reinigung mit Desinfektionsmitteln im Küchen- und Sanitärbereich angeordnet. Nun hört man aber nichts mehr von weiteren Fällen, und so hoffen wir, dass momentan keine akute Gefahr besteht. Allen Betern möchten wir herzlich für eure Unterstützung danken. Wir haben uns auch sehr gefreut, dass etliche nachfragten und so zeigten, dass sie Anteil an unserer Situation nehmen. Vielen Dank!
Mittlerweile scheint aber die Vogelgrippe Mosambik zu bedrohen, denn wir hörten, dass sie im Nachbarland Zimbabwe ausgebrochen sei. Wir hoffen jedoch, dass das Land weitgehend verschont bleibt.
Die Erde unter uns hat seit dem starken Beben im Februar schon wieder einige Male gewackelt, aber nicht so schlimm. Jedes Mal ist es ein seltsames Gefühl und man springt auf, bereit, rauszulaufen.
Aber es ist gut zu wissen, dass wir in der großen, starken Hand Gottes geborgen sind. Auch ihr in Deutschland und die Menschen überall auf der Welt bekommen immer häufiger die Kräfte der Natur zu spüren, und es zeigt sich, dass die Bibel recht hat, indem sie die Zeichen der Endzeit beschreibt.
Seit März haben wir bei uns volles Programm, denn wir bekamen viel Besuch, und außerdem ist die neue Missionarin aus Deutschland, die Holländerin
Nicoline Eijpe, eingetroffen. Nicoline wohnt jetzt in
Moyo Mucuru in ihrer eigenen Wohnung und wird mit uns im Kinderdorf arbeiten. Sie kam in Begleitung unseres Missionsleiterehepaares, Siegfried und Monika Bongartz. Nicoline wurde von den Schulkindern und Mitarbeitern mit einer kleinen Vorführung und einem guten Festessen begrüßt und freute sich über die herzliche Aufnahme. Wir hatten eine schöne Gemeinschaft mit unserm Besuch und Nicoline, und schließlich kamen auch noch unser Bibelschuldirektor Günter Karcher mit seiner Frau Gisela und Missionar Ulf Strohbehn dazu. Da waren wir eine nette große Runde!
Bevor Nicoline kam, lernten wir noch die deutsche Missionarin Claudia aus Dondo (ca. 80km von hier) kennen, die uns mit dem Pastorenehepaar ihrer Heimatgemeinde besuchte. Auch mit ihnen wurden wir sofort warm und verbrachten schöne Stunden miteinander. Claudia hat uns inzwischen schon zum dritten Mal besucht.
Seitdem war Thomas viel unterwegs, um für Nicoline alle nötigen Dokumente sowie Telefon, Internet und Grundanschaffungen zu besorgen. Die wichtigsten Formalitäten haben mit Gottes Hilfe bis jetzt gut geklappt.
Mit den Behörden haben wir hier immer wieder zu tun, was jedesmal eine gewisse Anspannung mit sich bringt, da man nie weiß, ob sie einem gut oder schlecht gesonnen sind. So rückte z.B. letzten Freitag eine Delegation vom Bauamt hier an, um die zwei zuletzt (noch von unsern Vorgängern) gebauten Gebäude abzunehmen. Nach einer halben Stunde konnten wir erleichtert aufatmen, denn sie hatten nichts zu beanstanden. Da hatten wir wieder einen Grund zum Danken.
Nun brauchen diese Gebäude aber noch fließend Wasser. Das eine Gebäude soll nämlich für den geplanten Werkunterricht, als Schullager, Büro und Erste-Hilfe-Zimmer dienen, und das andere wird schon als Küche genutzt. Wer mithelfen möchte, damit wir so bald wie möglich Wasserleitungen legen können, dem sind wir von Herzen dankbar.
Ein langwieriger Prozess mit den Zollbehörden unseres Nachbarlandes Zimbabwes liegt nun, Gott sei Dank, endlich auch hinter uns. Dort, in der Grenzstadt Mutare, war vor dreieinhalb Jahren eine fast neue Toyota Hilux, die der Mission gehörte, beschlagnahmt worden. Unsere Vorgänger kämpften schon darum, das Auto frei zu bekommen, aber es sollte noch lange dauern, bis schließlich vor einigen Wochen der zimbabwische Zoll zu einer Einigung bereit war. Es ist ein großes Wunder für uns, dass wir den Wagen für eine verhältnismäßig geringe Strafgebühr plötzlich bekommen sollten. Ein weiteres Wunder war, dass das Auto ohne Probleme sofort lief, nach so langer Standzeit. Nun steht es in Moyo Mucuru, und alle freuen sich mit über die großartige Gebetserhörung. Gott ist so gut zu uns, und er hat mal wieder perfektes Timing bewiesen, da wir gerade jetzt, wo Nicoline gekommen ist, ein zweites Auto benötigen. Preis dem Herrn!
So Gott will, werden wir von Juli bis Oktober in Deutschland sein um unsere Familie, Freunde und Gemeinden zu besuchen
Für heute verabschieden wir uns wieder.
Wir wünschen euch Gottes Gnade und Frieden,
Eure Thomas, Ruth, Benjamin
und Annika Halstenberg 
|
Verwendungszweck-Angabe für Spenden
|
|
|
| |