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Gott ist treu, er sorgt für uns

Mein Gott aber wird alles, was ihr bedürft,
erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.
Philipper 4,19

 

Liebe Missionsfreunde,

 

  nun schreiben wir unsern ersten
   Missionsbericht aus Mosambik.
   Inzwischen wohnen wir schon
   zweieinhalb Monate hier und
    haben uns einigermaßen
    eingelebt. In den letzten Monaten durften wir schon
mehrere Male erleben, dass
sich die Zusage aus
Philipper 4,19 erfüllte. Anfang Dezember lasen wir diesen Bibelvers im Chaos unseres Umzugs und in der Trauer um manches Liebgewordene, das wir
              zurücklassen mussten.
                  Und Gott ist treu. 

 

Er sorgt für uns: Wir dürfen in einem schönen Haus leben. Wir haben nach drei Monaten all unser Umzugsgut wieder. Die Kinder haben Freunde gefunden. Wir haben unsere Arbeitserlaubnis. Wir wurden beschützt in Krankheit und Gefahren. Die Kinderdorffamilie zeigt uns ihre Liebe. In alledem hat Gott unsern Mangel ausgefüllt. Lob und Dank! Aber nun der Reihe nach:
 

Aller Anfang ist schwer

Am 20. Januar 2005 kamen wir mit dem Flugzeug in der Stadt Beira an und wurden dort von Patricia Frenken abgeholt. Die lange Reise, die Zeitumstellung (Brasilien ist 5 Stunden zurück), das andere Klima und die neue Umgebung machten uns die ersten Wochen zu schaffen. Die Kinder bekamen ihren ersten Kulturschock, als wir auf den Markt gingen, um Gemüse zu kaufen: Menschen, die auf der Erde saßen, Dreck und Fischgestank erschreckten sie, und sie fühlten sich von allen Seiten beobachtet. Doch nach zwei Wochen wagten sie einen Vorstoß und schlos7sen bald Freundschaft mit den Kindern der Pflegefamilie auf unserem Gelände. Wir ließen uns von Patricia Frenken in alle Bereiche der Kinderdorfarbeit, vor allem der Administration, einweisen und waren auch viel unterwegs wegen der Einreichung unserer Dokumente. Dabei gab es viele Komplikationen, denn durch die zunehmende Einreise von Ausländern werden die Gesetze verschärft.
Wir mussten dafür sogar für eine Woche in die 1500 km entfernte Hauptstadt Maputo reisen, was ein Abenteuer für sich war. Aber inzwischen
haben wir fast alle Papiere, die wir brauchen.

Bewahrung in Gefahren

In den ersten drei Wochen bekam Ruth Malaria, doch Gott sei Dank, war es keine sehr schwere. Bewahrung in Gefahren haben wir auch schon einige Male erlebt, zuletzt, als eine kleine Speikobra

auf unserer Außentreppe lag und nervös züngelte, als Annika und Ruth aus der Tür kamen. Ruth rief schnell einen Arbeiter, der die Schlange mit einem Stock erschlug. Im Verlauf der folgenden Wochen wurden drei unserer
Wachhunde von Speikobras in die Augen gespuckt und brauchten tierärztliche Behandlung, da sie sonst erblinden könnten.

Ermutigung

Inzwischen lernen wir auch immer besser die „Kinderdorffamilie“ (Schulkinder, Pflegefamilie, Arbeiter) kennen und lieben. In der Schule haben wir uns an zwei Tagen in jeder der sieben Klassen (1.-6. Schuljahr und Vorschule) als gesamte Familie mit einem kleinen Unterhaltungsprogramm vorgestellt. Prompt bekamen wir hinterher von einer Klasse liebevoll gemalte Bilder als Dankeschön, mit der Bitte, bald wieder zu kommen. Das war eine schöne Ermutigung. Was uns aber auch ganz besonders ermutigt, ist das Wissen, dass so viele in der Heimat während unseres Umzugs hinter uns standen und immer noch stehen.

Vielen Dank für alle Gebete und moralische Unterstützung. Gott segne Euch!

Eure Thomas, Ruth, Benjamin und Annika Halstenberg in Mosambik

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Halstenberg 620

(Missionsnachrichten 06/2005)

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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