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Wenn Missionare wieder die Schulbank drücken

Vorbereitung auf Mosambik

Schäferhund oder Deutscher Pastor?

Nun bin ich schon seit drei Monaten in Lissabon, der Hauptstadt Portugals, um die portugiesische Sprache zu erlernen. Die ersten zwei Monate hatte ich sehr viel Unterricht, jeden Tag von 9.00 bis 13.00 Uhr und nachmittags viele Hausaufgaben. Ich bekam eine Menge Grammatik vermittelt, außerdem konnte ich mich ein wenig an den Klang der Sprache gewöhnen. Die Grammatik ist gar nicht so einfach, aber mittlerweile unterhalte ich mich schon ein bisschen und verstehe mehr und mehr. Natürlich begegnet man dann auch witzigen Wortspielen. So heißt z. B. Schäferhund in Portugiesisch Pastor Alemão, was man auch mit Deutscher Pastor übersetzen kann. Neben der portugiesischen Sprache habe ich auch viel über die Kultur des Landes gelernt, bin erstaunlich vielen Menschen aus Afrika, gerade auch Mosambik, begegnet und nicht zuletzt war das Mosambik Wetter in dieser Zeit eine gute Vorbereitung: es war sehr, sehr heiß!

Mit Schülern über Gott und die Welt reden

In der Sprachschule hatte ich oft Gelegenheit, mit Mitstudenten über Gott und Mission zu sprechen, weil natürlich jeder wissen wollte, warum man Portugiesisch lernt. Einige der Studenten waren sehr offen und hörten interessiert zu. Möge Gott den Samen bewässern und aufgehen lassen. Eine Studentin, reagierte aber sehr aggressiv auf meinen Vortrag in Portugiesisch über Mission in Mosambik. Ich spürte deutlich, wie hier zwei Geister aufeinander prallten, hatte aber leider nicht mehr die Gelegenheit, mit ihr zu sprechen und so bete ich ganz besonders für sie, dass sie Jesus kennen lernt. Außer dem Sprachstudium, werde ich hier auch sonst gut vorbereitet auf Mosambik: Meine Mitbewohnerin und ihre zwei Kinder kommen aus Swasiland, und so erfahre ich schon jetzt jeden Tag ein bisschen Afrika „Life“. Außerdem wohnen Freunde hier im Haus, die ursprünglich aus Mosambik kommen, und ich lerne viel von ihnen über die Vergangenheit dieses Landes.


Nicoline Eijpe …


… in Portugal … bereitet sich auf die Arbeit in Mosambik vor

 
 

Von der Theorie in die Praxis

In den nächsten Monaten, bis Dezember, werde ich weiter Vokabeln und Grammatik lernen und das Gelernte im täglichen Umgang anwenden. Die Übung in den Gesprächen und im täglichen Leben ist doch der beste Lehrmeister. In Queluz, einem Stadtteil von Lissabon, besuche ich eine Gemeinde, in der ich sehr freundlich aufgenommen wurde und mich sehr wohl fühle. Viele Gemeindemitglieder kommen aus Mosambik und erzählen gern von ihrer Heimat. Mittlerweile kann ich Vieles ohne Übersetzung verstehen. Die Leiterschaft der Gemeinde hat mir alle Türen der Mitarbeit geöffnet. So konnte ich schon einige Male predigen und arbeite mit in der Vorbereitung der Sonntagsschule. Ich spüre, wie Gott mir hilft und wie er meine Zeit in Portugal vorbereitet hat. Gott hat wirklich überall auf der Welt seine Kinder, die ihn lieben und die sich gegenseitig stützen. Das spüre ich auch ganz besonders hier in Portugal.
Gott ist gut, er hält meine Zeit in seinen Händen und ich darf leben durch ihn und mit ihm – ein Leben, das sich lohnt. Mögen noch
viele Kinder, jung und alt, das wahre Leben in
Jesus Christus finden.

Danke für eure Gebete und Unterstützung.
Ich grüße euch ganz herzlich in der
Liebe Gottes, eure

Nicoline Eijpe

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Eijpe 625

(Missionsnachrichten 11/2005)

 
 
     

 

 

 

 

 

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