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Chimoio, im Dezember 2007

Tochter Zion, freue dich! Jauchze laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Ja, Er kommt, der Friedefürst!
(Sacharja 9,9)

Ihr Lieben!

Mit diesem wunderschönen alten Kirchenlied, das die unbändige Freude über die Ankunft unseres Königs hinausschmettert, senden wir Euch ganz herzliche Weihnachtsgrüße aus Mosambik. Ja, die Weihnachtszeit ist eine besondere Zeit. Trotz verschiedenster Lebensumstände bleibt die Botschaft für alle dieselbe: "Euch ist heute der Heiland geboren!"; "Werde licht, denn dein Licht kommt!"; "Denn uns ist ein Kind geboren!"; "...aber über dir geht auf der Herr!"; "...durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, mit der uns der Aufgang aus der Höhe besucht hat!" Lasst uns daran festhalten und es denen weitersagen, die diese großartige Nachricht vergessen haben!

In der Sonntagsschule behandeln wir jetzt im Advent natürlich auch die Weihnachtsgeschichte. Als ich letzten Sonntag die Botschaft des Engels bei den Hirten ausrief, packte mich selbst so eine Freude und Begeisterung, dass die Kinder spürbar aufhorchten und nachher mit Eifer das Lied "Engel bringen frohe Kunde" (in portugiesisch natürlich) lernten. Am kommenden Samstag soll ein Kindertag in einer anderen Gemeinde stattfinden, den ich mit meiner argentinischen Missionarskollegin Laura zusammen gestalten werde. Auch da wollen wir die Weihnachtsbotschaft unter dem Thema "Ankunft" vermitteln. Letzten Freitag zeigte ich unseren Bibelkurskindern bei uns im Wohnzimmer den Jesus-Film für Kinder, um ihnen das Kommen Jesu lebendig zu machen. Die Ankündigung des Engels hatten sie schon auswendig gelernt.


Für die Mosambikaner ist die Vorweihnachtszeit aber auch eine Zeit der Angst, denn besonders in diesen Tagen nimmt das Verbrechen immer schlagartig zu. Die Räuber nutzen besonders die regenreichen Nächte aus, in denen es dunkel ist und kaum jemand draußen herumläuft.

Neulich kam die Polizei nach Moyo Mucuru und lud den Leiter unserer Wächter zu einer besonderen Versammlung ein. Dort wurden alle Wächter instruiert, außerordentlich aufzupassen und spezielle Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Dass unsere Wächter die Warnungen sehr ernst nehmen, bekam sogleich ein befreundeter Missionar zu spüren, der abends vor unserm Tor stand und nicht hereingelassen wurde, da der Wächter von uns kein Bescheid darüber bekommen hatte. Unser Freund rief an und sagte: "Sprich mal mit eurem Wächter, dass er mich reinlässt." So gab ich dem gewissenhaften Torhüter per Handy
grünes Licht für den abendlichen Besucher. Heute morgen in der Mitarbeiterandacht berichtete einer unserer Maurer von wiederholten nächtlichen Diebstählen in seinem Haus.
Letzte Nacht nun, so erzählte er, habe jemand von außen versucht, die Haustür zu öffnen, indem er einen lose sitzenden Ziegel neben der Tür entfernt hatte. Als der Einbrecher seinen Arm durch das Loch steckte, hat unser Maurer mit einem Buschmesser draufgehauen, sodass der Eindringling schreiend flüchtete. Wir beteten um Schutz für unseren Maurer und sein Haus sowie für den verletzten Räuber. Bitte betet auch mit, dass die Kriminalität eingedämmt wird und die himmlische Armee mobilisiert wird zum Schutz der Gläubigen.

Zum Schluss möchten wir Euch noch von einem besonders schönen Ereignis erzählen: Am 18. November fand ein feierlicher Gottesdienst für die drei ersten Schulabgänger der Abendbibelschule in Chimoio statt. Vor drei Jahren nämlich gründeten unsere argentinischen
Kollegen (Walter und Laura) die Schule, und drei der ersten Studenten haben bis zu diesem Tag durchgehalten. Hunderte von Leuten kamen zusammen, und als die drei mit ihren schwarzen Roben und eckigen Hüten unter Gesang und Tanz einmarschierten, war die Freude groß. Das
Podium war mit viel Liebe dekoriert worden, und der Jugendchor trug bunte Schärpen. Mit den Bibelschülern hatten wir ein dreistimmiges Lied eingeübt. Nach der Predigt überreichte Thomas den drei Abgängern eine Fackel und nahm ihnen das Versprechen ab, Gott und der Gemeinde zu dienen und somit das Feuer des Evangeliums weiterzutragen, das Jesus auf die Erde geworfen hat. Als der Gottesdienst vorüber war, erhielt Walter sogleich neue Anmeldungen für die Bibelschule. Wie gut ist Gott - Er hat die kleinen Anfänge gesegnet und die Ausdauer belohnt. Nach den Ferien kann es mit neuem Elan weitergehen.

Nun wünschen wir Euch von ganzem Herzen eingesegnetes Weihnachtsfest sowie Gottes Frieden und Wegweisung im neuen Jahr 2008! Für alle Gebete, Spenden, Emails und Briefe bedanken wir uns herzlich! Möge Gott Euch dafür belohnen!

Eure Thomas, Ruth, Benjamin und Annika


 

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