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Liebe Freunde ,

wir freuen uns, Euch wieder an unserer Arbeit in Peru teilhaben lassen zu dürfen.

Auf Berea ist es ruhiger geworden aber nicht ganz ruhig. 34 Schüler waren von April bis Ende Juni bei uns auf Berea und haben 10 Kurse mit je 32 Stunden studiert. Nach einer Praktikumszeit von 2 Monaten erwarten wir sie wieder Anfang September.

Zur Zeit studieren 16 Schüler, um einen Bachelorabschluss zu bekommen. Sie werden noch bis 18. Juli bei uns sein. Die meisten von ihnen sind Pastoren und möchten ihre Kenntnisse für den Dienst im Reich Gottes vertiefen. Wie vorher ist Anni auch zur Zeit sehr damit beschäftigt in allen möglichen Bereichen zu helfen. Hier sehen wir sie beim Herrichten eines Imbiss – Standes.

Ein besonderes Erlebnis war unsere diesmalige Fahrt ins Erdbebengebiet (siehe auch Bericht vom April 2007) mit Ernst und Margrit Murri aus der Schweiz. Ernst Murri ist Missionsleiter der SPM. Sie kamen um zu sehen, wie die Hilfe aus der Schweiz zum Aufbau von Gemeindehäusern im Erdbebengebiet umgesetzt wurde. Im Wiederaufbau der Gemeinden sind große Fortschritte gemacht worden. Aus den gekauften Baueisen, Zement, Sand und Steinen sind neue Gebäude entstanden. Bei einigen Gemeinden war der Schaden aber so groß, dass unsere Hilfe nicht ausgereicht hat, um die Gebäude fertig zu stellen. Die Preise für Baumaterial sind sehr gestiegen und die Gebäude müssen jetzt erdbebensicher gebaut werden. Viel Beton ist „in der Erde verschwunden“, aber was gebaut wurde steht auf gutem Fundament. Die Geschwister beten um weitere Hilfen, damit sie angefangene Gebäude fertig bauen können. Höhepunkte neben den Besichtigungen waren die verschiedenen Gottesdienste in Chincha, Pisco und Ica.

Auf dem Rückweg von Lima nach Mazamari war auf 4500m Höhe ein kilometerlanger LKW - Stau. Wir konnten uns mit unserem Auto vorwärtsschlängeln, doch dann ging es auch für uns nicht mehr weiter. Die Arbeiter der Mine Casapalca hatten in einem Aufstand die Straße mit Steinen blockiert und ließen kein Auto durch. Die Höhe machte uns immer mehr zu schaffen. Schließlich gelang es mir, auf einer Nebenstraße in das Minendorf hineinzufahren. Doch auch der Ausgang des Dorfes war blockiert. Überall liefen Frauen, Kinder und Männer mit Stöcken herum und bedrohten alle, die es wagen sollten die Steine wegzuräumen. Die mit Schlagstöcken und Tränengas bewaffnete Polizei griff ein und es gab Verletzte, doch gelang es ihr nicht, die Straße freizuräumen. Am Nachmittag wurde die Straße dann geöffnet, doch bei der Weiterfahrt schlitzte ein unbekanntes Objekt an der Seite meinen Reifen auf und mit letzter Kraft, Atemnot und reißenden Kopfschmerzen musste ich den Reifen wechseln und bis la Oroya auf ca. 4000m Höhe weiterfahren. Dort konnte ich den Reifen notdürftig flicken lassen, doch ist er nur noch als Ersatzreifen zu gebrauchen, weil der Schlitz ca. 4 cm groß war. Als wir nach Tarma kamen (ca. 3000m Höhe) ging es mir wieder langsam besser, so beschlossen wir weiterzufahren. In Mazamari kamen wir in der Nacht an, sieben Stunden später als geplant. Wenn die Menschen hier streiken, nehmen sie keine Rücksicht auf andere Personen und sind sehr gewalttätig um ihre Position durchzusetzen. Mir kommt es manchmal vor, als ob Verletzte und Tote für ideologisierte Aufständische hier wie „Gewürz in der Suppe“ wirken.

Als wir in Lima waren konnte ich den Transport von 1000 Bibeln nach Mazamari organisieren. Die Bibeln (AT+NT) bekam ich für 5 Soles das Stück, weil sie von „Obra de Andrés“ aus Holland subventioniert sind. 5 Soles sind ca.
1,2 €. Das ist sehr wenig, die gleichen Bibeln kosten sonst bei der Bibelgesellschaft fast 7€. Diese Bibeln werden uns sehr helfen, die Menschen in abgelegenen Gebieten mit Gottes Wort zu versorgen. ch im Juli habe ich vor, mit dem holländischen Missionar von „Obra de Andrés“ das abgelegene Gebiet im Gebirge von Andamarca zu besuchen. Als wir im letzten Jahr dort waren, gab es kurz nach Ende des Bibelseminars einen Anschlag von Terroristen auf das Dorf. Wir beten, dass der Herr uns Gnade, Bewahrung und Gelingen für die Reise schenkt.

Herzliche Grüße, Gerhard und Anni Fick

 
 

 

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Fick 200

 

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