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Etappen zum Ziel

Unser Missionsauftrag dreht sich in erster Linie um das Erreichen von neuen Ortschaften in Gegenden, in denen es noch keine Gemeinden gibt, mit dem Ziel der Pflanzung einer Lokalgemeinde. Allerdings machen wir unseren Auftrag nicht an der Zielsetzung unserer Arbeit fest, sondern vielmehr an der Berufung, die Gott in uns hineingelegt hat. Als Missionare sind wir Botschafter Gottes in einem fremden Land, um den Menschen die Liebe Gottes und die Wahrheit des Evangeliums zu vermitteln.

Da sich kein Ziel auf einmal erreichen lässt, sind auch wir in Etappen unterwegs. Bis jetzt haben wir drei Gemeinden gegründet, wobei es kein Pauschalmittel zum Erfolg gibt. Was aber wesentlich zum Erfolg beiträgt, ist die Gewissheit, dass Gott sein Reich bauen will, und in unserem konkreten Fall, Gemeinden an den Orten, wo er uns hingestellt hat. Dieser Glaube weckt Eifer, der wiederum auch andere motiviert, die Vision zu teilen und mitzuziehen, sei es im Gehen oder im Geben.

Ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen der Menschen: Fakten und Zahlen spielen dabei eine wichtige Rolle, da es darauf ankommt, zu wissen, wo in der Gegend oder am Ort die Probleme liegen und man konkret eingreifen und Fürbitte tun muss. In unserem Fall sind das eine sehr hohe Selbstmordrate, eine schwache Infrastruktur, überdurchschnittlich hohe Alkohol- und Drogenprobleme, Analphabetismus, Einsamkeit und auf geistlichem Gebiet, ein Mix von Religion und Aberglaube gepaart mit Okkultismus und Magie.  

Auf dem Weg zur Umsetzung, gibt es zwei Kategorien von Etappen, um das Ziel zu erreichen: die festen und die spontanen. Die festen Etappen sind in unserem Falle eine Wohnung am Ort, den es zu erreichen gilt, der persönliche Kontakt zur Bevölkerung – immer mit einem offenen Ohr für

die Probleme und Sorgen der Menschen – und erste regelmäßige Versammlungen bei uns im Haus, zu denen wir die umliegenden Anwohner einladen. Je nach Wachstum unserer Hausversammlung folgt das Anmieten von eigenen Räumen nach etwa einem Jahr mit dem Ziel, einen neutralen Versammlungsort für die junge Gemeinde zu haben. Gott sei Dank, hat sich die Strategie bis jetzt immer bewährt.

Zu den spontanen Etappen gehören verschiedene evangelistische Aktionen am Ort: Filmabende, Konzerte, Openair- Einsätze und Flyer lassen die oft sehr hohe Schwellenangst sinken.

Auf persönliche Kontakte kommt es an. Die angegebenen Wege sind allerdings nur „Mittel zum Zweck“, um das Hauptziel zu erreichen, für das es sich zu kämpfen lohnt: Gemeinde Jesu zu bauen, indem wir Menschen zu seinen Jüngern machen, die dann wiederum andere für Jesus gewinnen. Dabei haben die Mittel, die zu einem persönlichen Kontakt zu den Menschen führen, immer Vorrang, da dieser aus unserer Erfahrung am meisten Erfolg hat. Die entstehenden „Früchte unserer Arbeit“ sind uns eine große Motivation. Wir sehen, wie ein Leben Schritt für Schritt in einem Prozess von Jüngerschaft und Heiligung verändert wird. Ein Beispiel ist Mario: Vor einem halben Jahr noch alkoholabhängig, depressiv und unter Verfolgungswahn leidend, hat Jesus sein Leben schon völlig umgekrempelt. Selbst die Nachbarn bezeugen, dass es bei ihm Zuhause nicht mehr so laut zugeht. Stattdessen hat er seinen Arbeitsvertrag verlängert bekommen und drückt in Form von Gedichten seine Gedanken über Jesus, sein neues Leben und seinen Dank an Gott aus.

Wir sind auf dem Weg zum Ziel, geh’ mit, es lohnt sich.

Karsten & Catarina Mantei  

Verwendungszweck-Angabe für Spenden

Mantei 240

(Fokus Mission 02/2008)

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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