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Selig seid ihr …
… wenn ihr um meinet Willen beschimpft und
verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet
werdet (Matth. 5 :11)
Langsam schlängelt sich der voll beladene Pickup mit dem Zelt im Anhänger die unbefestigte Straße entlang. Gerade genug Platz für ein Auto, auf der rechten Seite geht es 200 Meter in den Abgrund. Hoffentlich kommt kein Gegenverkehr! Vor uns neigt sich der Weg immer steiler nach unten. Trotz erstem Gang heult der Motor stark auf und ich muss zusätzlich die ganze Zeit auf der Bremse stehen. Ich entschließe mich dazu, anzuhalten, um den Vierradantrieb und die niedrigste Untersetzung einzuschalten. Vor uns liegt unser nächster Einsatzort – Makhabeleni. Kein Strom und kein fließendes Wasser. Wie wird die Toilette diesmal aussehen?
Nur 23 km Luftlinie von zu Hause entfernt, aber unter diesen Umständen ein Weg von zwei Stunden. Unten angekommen beginnt die harte Arbeit des Zeltaufbaus für die vier Zeltmitarbeiter und mich: Platz ausmessen, Pflöcke einschlagen, Planen auslegen. Bongomusa, mein Mitarbeiter, weiß schon gut Bescheid, so dass ich schon am frühen Nachmittag fahren kann, um die zweite Ladung mit 400 Stühlen zu holen. Am nächsten Tag fahre ich dann noch ein drittes Mal, um den Wohnwagen zu bringen.
Der erste Abendgottesdienst beginnt und trotz schlechten Wetters in den folgenden Tagen wird das Zelt immer voller. Obwohl wir hier am Ende der Welt sind, gibt es auffallend viele betrunkene Jugendliche. Unser Mitarbeiter
Shadrach redet ernst mit den randalierenden
Jugendlichen und warnt sie vor den Folgen ihrer
Taten. Auf dem Heimweg vom Zelt wird einer von
ihnen angeschossen; da werden alle etwas
ruhiger. Wir sind irritiert darüber, dass
trotz großer Besucherzahl und Tränen in den Augen kaum jemand beim Altarruf nach vorne kommt, um Jesus anzunehmen. Mit der Zeit finden wir heraus, dass es einige einflussreiche Leute in Makhabeleni gibt, die dagegen sind, dass wir das Evangelium verkündigen. Sie verbieten den jungen Leuten, Christen zu werden.
Ahnenkult und Feuerbrände: Der Ahnenkult wird hier stark betrieben und ein paar Leute verdienen viel Geld damit. Nach zwei Wochen werden immer mehr mutwillige
Feuerbrände in der Nähe des Zeltes gelegt. Das hohe, trockene Gras brennt nach der regenlosen Winterzeit wie Zunder. Doch der Wind ist Gott sei Dank auf unserer Seite! Einige Tage später eröffnet uns der lokale Pastor, dass der Häuptling angeordnet hat, dass das Zelt verschwinden muss. Eine halbe Stunde vor Gottesdienstanfang wird uns klar, dass dies der letzte Gottesdienst sein wird. Die Menschen sind enttäuscht, dass wir vorzeitig abbauen, doch ich möchte weder unsere Ausrüstung noch die Mitarbeiter gefährden. Die Schwierigkeiten bestanden schon vor Aufbau des Zeltes und werden vom Häuptling nur als Vorwand genommen, um uns los zu werden. Die Feuerbrände wüten danach sogar noch stärker und die ganze Hochebene brennt ab. Wir bauen einerseits mit einem traurigen,
aber auch mit einem fröhlichen Herzen ab, denn wir wissen, dass Gott in Makhabeleni gewirkt hat. Viele Menschen wurden berührt und haben zu Jesus gefunden.

Grüße aus dem Zululand (Südafrika) von
Bodo & Katja Hoffmann mit Maria und Simon
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Verwendungszweck-Angabe für Spenden
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(aus "Fokus Mission" 1/2006)
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Unser Wohnzimmer
Im Gespräch über Ahnenkult

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