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Proud and loud
„Stolz und laut“ ist das Motto eines Radiosenders in
Kwazulu Natal, Südafrika. Und das beschreibt auch
ganz gut die Kultur der Zulus hier, unter denen wir
als Missionare arbeiten.
Der Stolz zeigt sich nach außen hin in makelloser Kleidung.
Ein Zulu würde eher eine Woche lang nichts essen,
als schlecht gekleidet herumzulaufen – eine Herausforderung
für mich als Deutschen, der ohnehin schon zur
angeblich am schlechtesten gekleideten Kultur Europas
gehört. Also ziehe ich cremefarbene Schuhe zum Predigen
an, die ich sonst nie tragen würde.
Manchmal wird es mir aber zuviel, zum Beispiel wenn das
Missionszelt im Sturm schwankt, aber das Bügeln der Hose
für meine Mitarbeiter wichtiger ist. Und das kann schon
mal zwei Stunden dauern. Oder wenn meine Ohren nach
dem überlauten Gottesdienst knistern und ich Holzspäne
unter der Bühne fi nde, nachdem der traditionelle Tanz der
Zulus auf den Bühnenbrettern getanzt wurde.
Trotzdem genieße ich die Herausforderung in einer
völlig anderen Welt arbeiten zu dürfen.
Kürzlich hatten wir eine Evangelisation in der Nähe eines
markanten Berges. Schon bald hörten wir die Gerüchte der
Nachbarn, dass der Berg gefährlich sei. Wenn man ihm nahe
käme, würde ein gewaltiger Wind aufkommen. Themba,
unser Keyboard-Spieler, meinte dazu: „Wahrscheinlich ist
eine Schlange unter dem Berg“. Als ich nachfragte, erklärte
er mir geduldig: „Wenn Zauberkräfte am Werk sind, ist
immer eine Schlange im Spiel“. Tage später fuhr ich mit
Mabongi und Sifi so nahe an den Berg heran. Absolute Windstille.
Als ich mich darüber lustig machen will, versichert
mir Mabongi: „Der Wind kommt erst dann, wenn man ganz
nahe kommt!“ Dabei lasse ich es dann bewenden.
Wenn ich bei Gewitter mit meinen Mitarbeitern zusammen
bin, dann respektiere ich ihre Überzeugungen. Ich
esse nicht, ich koche nicht, ich laufe nicht und ich rege
mich nicht darüber auf, wenn sie die Spiegel im Wohnwagen
mit Tüchern zuhängen. Denn all das kann angeblich
den Blitz anziehen. Die farbenfrohen Geschichten, die sie
mir dazu erzählt haben, sind der „Beweis“ dafür. Und wer
weiß: Vielleicht gelten hier in Afrika tatsächlich andere
Naturgesetze als in Europa? Dieser Gedanke drängt sich
einem manches Mal schon fast auf.
Aber eines weiß ich felsenfest: Jesus ist überall derselbe
in seiner Macht!
Bodo Hoffmann
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Verwendungszweck-Angabe für Spenden
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(aus "Fokus Mission"
5/2006)
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Aber eines weiß ich
felsenfest:
Jesus ist überall derselbe
in seiner Macht!


 
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