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In Staub und Regen
Gott erleben
Katrin Loescher arbeitet zurzeit in einem Entwicklungshilfe-
Projekt in Südafrika. Sie hat eine Woche bei einer Zeltevangelisation von Bodo & Katja Hoffmann
in Kwa Zulu Natal, Südafrika mit gearbeitet und war begeistert. Wir geben einige Auszüge ihres Berichtes wieder:
Anfang Mai hatte ich die Gelegenheit, wirklich dabei und mitten drin zu sein. Es war die mittlere der drei Evangelisationswochen,
die von Hoffmanns und ihrem afrikanischen Team mehrfach im Jahr durchgeführt werden. Diesmal wurde das Zelt im tiefsten Zululand, südlich von Swaziland
in einem sehr ländlichen, unterentwickelten Gebiet aufgestellt.

Über die berühmten afrikanischen „Gravel Roads“, die holprigen Sandpisten, die sich bei Regen schnell in Schlammlöcher verwandeln, ging es nach dem Städtchen Jozini noch eine Stunde lang bis zum Zielort, der bezeichnenderweise
„Welcome“ heißt. Dort steht das Zelt, in dem Licht in der Dunkelheit verkündet wird.
In dem ganzen Gebiet leben einige tausend Menschen, die meistens furchtbar arm sind und keine Chance auf einen Job oder regelmäßiges Einkommen haben. Ein großer Teil der Bevölkerung ist noch nicht mit dem Evangelium erreicht und kennt keine persönliche Beziehung zu Gott durch Jesus Christus.
Am Nachmittag nach unserer Ankunft inspiziere ich neugierig die Umgebung und lerne das Evangelisationsteam kennen. Es sind prächtige Geschwister, diese acht jungen Zulus, die sich Gott in diesem anstrengenden Dienst hingeben
und geistlich wie auch praktisch „zu allem bereit“ sind. Tagsüber gibt es ein strammes Arbeitsprogramm für das ganze Team, und ich staune über die Einsatzfreude und den echten Teamgeist. Dreimal am Tag gibt es gemeinsame Gebetszeiten und am Mittag eine Team-Andacht.

Der Abend naht, um 18.00 Uhr wird es schon dunkel und ich staune,
dass die Menschen aus einem großen Umkreis jeden Abend zu Fuß ins Zelt strömen. Sie wandern in tief schwarzer
Nacht hin und zurück, trotz Dornen, Schlangen und anderen Widrigkeiten. Die 400 Stühle im Zelt sind schnell belegt. Die Menschen stehen am Zeltrand oder Ausgang, um auch dabei sein zu können. An einem Tag regnet es in Strömen und wir schliddern nur so dahin im Schlamm.
Trotz allem füllt sich das Zelt wieder mit Menschen, die sich
nicht von Regen und durchnässter Kleidung abhalten lassen,
Gottes Wort zu hören.

Der Gottesdienst beginnt offiziell erst um sieben, doch
schon lange vorher versammeln sich die Menschen und
der Lobpreis beginnt. So wird mindestens 1 ½ Stunden mit
atemberaubender Ausdauer und Kreativität gesungen und
getanzt. In Afrika bleibt eh nichts und niemand still sitzen,
wenn Gott gepriesen wird. Die Menschen sind voll dabei,
staunen, erleben echte Freude und öffnen sich für die anschließende Predigt. Das Evangelium wird in anschaulicher
Weise gepredigt und Menschen reagieren, entweder direkt
im Aufruf oder nehmen am Glaubensgrundkurs teil, der ab
der zweiten Woche jeden Nachmittag im Zelt angeboten
wird. Die Lernbegierigkeit der Neubekehrten und auch
der Gläubigen aus den Gemeinden berührt mich und gibt
mir Hoffnung. In Afrika kommt es bekanntlich schnell zu
begeisterten Reaktionen, doch die eigentliche Nachfolge
anzutreten, ist für viele schwer. Bodo und das Team legen
Wert auf tiefgehende Bekehrungen und echte Nachfolge
und setzen entsprechend den Schwerpunkt auf die Verkündigung, sowie eine intensive Vor- und Nacharbeit.
Diese Woche war auch Katja mit der kleinen Carolina
dabei – ein echtes Geschenk! Ma Ufundisi (Frau des Pastors)
ist vom Team total geliebt und respektiert. Auch Carolina ist
vom ganzen Team „adoptiert“.
Die Woche verging wie im Fluge, und als ich zum vierzehnten Mal die Schaukeltour über die Piste nach Hause
antrete, ist mir eines sehr bewusst: Es gilt nach wie vor, den
Raum unseres Zeltes weit und
die Seile lang zu machen! Die
Pflöcke sollen immer wieder
neu festgesteckt werden, damit
sich Sein Reich ausbreitet!
Ich hoffe und bete, dass sich
viele an dieser wunderbaren
Aufgabe in irgendeiner Form
beteiligen.
Katrin Loescher
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Verwendungszweck-Angabe für Spenden
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(aus "Fokus Mission"
5/2008)
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Zelt mit 1000
Sitzplätzen
Bodo Hoffmann hat ein besonderes Anliegen:
Das Zelt, mit dem er in den letzten Jahren unterwegs war, ist in die Jahre gekommen. Dadurch, dass es viele Wochen im Jahr steht und starkem Witterungswechsel
ausgesetzt ist, sind die Planen verbraucht. In den dichter bevölkerten Gegenden reichen 400 Sitzplätze nicht aus. Deshalb wäre ein neues Zelt sehr notwendig und es sollte mindestens
1000 Sitzplätze haben. Allerdings ist so eine Anschaffung auch wieder mit größeren Kosten verbunden. Bodo hat schon etliche Kostenvoranschläge
eingeholt, man muss mit ca. 20.000 Euro rechnen. Wir vertrauen dem Herrn, dass auch dafür
das Geld zusammen kommen wird.
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Verwendungszweck-Angabe für Spenden
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Geplante
Evangelisation
Die nächste Evangelisation findet
im August in Keats Drift statt. Es
handelt sich wieder um eine sehr
unter-entwickelte Gegend in „Msinga“ – einer Region, die uns sehr am
Herzen liegt. Das ganze Gebiet hat
einen Durchmesser von ca. 100 km,
aber es gibt nur eine Gemeinde der
AFM (Pfi ngstgemeinde) in Tugela
Ferry.
Wir benötigen für die Evangelisation noch dringend finanzielle Unterstützung. Hier eine Aufstellung
der Unkosten:
• Benzin für den Generator,
• Essen für die Mitarbeiter,
• Fahrtkosten,
• Reparaturen.
Die Menschen dort brauchen das
Evangelium, bitte helft mit und betet
für uns.
Bodo und Katja Hoffmann
Danke für das
Nacharbeitszelt!
Ich möchte allen ganz herzlich danken, die mitgeholfen haben, dass wir
ein kleines Zelt kaufen können. Das
Zelt ist bestellt, es hat einen Grundriss von 6 x 12 Meter. Bei unserer
nächsten Evangelisation im August
wird es zum ersten Einsatz kommen.
Damit können wir die Nacharbeit
besser unterstützen, oder einen
provisorischen Versammlungsort für
eine Gemeindegründung zur Verfügung stellen. Während der Evangelisationen möchte ich es vorrangig als
Fürbittezelt einsetzen.

Bodo und Katja Hoffmann
mit Maria, Simon und Carolina |
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