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Südafrika - Rundbrief Nr. 10

Ende der Winterpause

Wir sind nach einer längeren Winterpause inmitten der Zeltaufbauarbeit in Makabeleni.

Winterpause hört sich ja ganz gemütlich an, aber die kalte und regenlose Jahreszeit haben wir gut genutzt für längst fällige Reparaturarbeiten und Besuche. Zwischen den vergangenen Zeltevangelisationen hatten wir nur Zeit für das Allernötigste. Der kleine Wohnwagen ist während der Evangelisationen das zu Hause für die 6 Teammitglieder, Bodo und teilweise Katja und die Kinder. Es wird dort gegessen, gekocht, gewaschen, gebadet und die beiden Frauen schlafen dort jeden Abend neben der Musikanlage, die aus Sicherheitsgründen nach den Gottesdiensten dorthin geschafft wird. Jedes Eck wird ausgenutzt und ständig müssen Dinge umgeschichtet und neu verpackt werden. Das erschwert die normalen Tagesabläufe. Zum Waschen muss das Wasser erst heiß gemacht werden und dann geht einer nach dem anderen in den Wohnwagen oder das Zelt um sich zu waschen. Auch für die Kleider muss jeder Liter herangeschleppt werden um dann alles per Hand gewaschen zu werden. Danach brauchen wir den Herd zum Kochen und wieder wird alles hergeräumt. Durch diese starke Benutzung geht natürlich viel kaputt. Leider hatten wir auch vor 4 Wochen einen Motorschaden mit unserem Missionsauto, so dass dieser für 3 Wochen ausfiel. Gleich danach hat sich auch die Zylinderkopfdichtung und der Kühler von unserem alten Toyota verabschiedet, so dass wir auf einmal ganz ohne Auto dastanden und das kurz vor der Evangelisation! Vor allem hier in der "Pampa" ist man ohne Fahrzeug wie auf einer Insel mit drei Palmen. Für jede Kleinigkeit ist man auf Hilfe von Außenstehenden angewiesen. Leider waren diese Reparaturen sehr kostspielig, doch wir vertrauen darauf, dass Gott die Finanzen dafür schickt.

Besuch

Besonders haben wir uns über den Besuch von Mama Dladla und Mama Lufwazi gefreut. Ma Lufwazi hatte sich bei der Zeltevangelisation in Entembisweni bekehrt und schon rein äußerlich bemerkt man eine starke Veränderung. Sie war früher dünn und abgehärmt und jetzt sieht sie zufrieden und wohlgenährt aus. Die beiden Frauen haben einen der fruchtbarsten Obst und Gemüsegärten , die jeden Kleingärtner in Deutschland vor Neid erblassen lassen würden. Als Geschenk erreichte uns Ma Dladla zwei Eimer voll köstlichster Avokados. Die Nachbarn der zwei Frauen beginnen schon neidisch zu werden, auch weil sie merken, dass diese Frauen eine besondere Freundschaft haben. Der Segen Gottes liegt auf ihnen und Ma Lufwazi spricht immer wieder von dem Tag, da sie Jesus kennen lernte. Auch die Leute von Inchanga haben wir besucht, da sie uns ständig anriefen und bedrängten zu kommen. Besonders ein Mädchen ruft immer wieder an. Bitte betet für sie, sie heißt Noxolo und ist 21 Jahre alt. Ihr Vater ist traditioneller Zulu und möchte, dass sie zu ihm zieht. Er verspricht ihr Geld für ihre Ausbildung, aber aus Erfahrung wissen wir, dass diese Mädchen nur als billige Haushaltshilfe benutzt werden.

Evangelisation in Makabeleni

Heute Abend ist der erste Gottesdienst in Makabeleni. Wir sind alle sehr müde, da vieles erst im letzten Augenblick besorgt werden konnte. Manches konnten wir aus Zeitgründen vorher gar nicht ausprobieren, wie den Generator und andere technische Ausrüstungen. An dieser Stelle vielen Dank an alle die es möglich gemacht haben, dass wir den Generator kaufen konnten. Manche haben speziell dafür und für die Evangelisation extra ein Opfer gegeben. Makabeleni ist sehr abgelegen (wir haben schon mal kurz berichtet) von allen Hauptstraßen und es gibt keinen Strom und nur wenig Wasserstellen. Die Menschen haben entweder Wassertanks, wo das Regenwasser gespeichert wird (letzter Regen im Mai) oder sie gehen zu den Flüssen. Da wir keine Abwehrkräfte gegen die Keime haben holen wir das Trink und Kochwasser von einem Brunnen und das Waschwasser wird über Nacht mir Chlor versetzt. Wir stehen mit dem Zelt neben der einzigen Schule der Gegend, womit wir zentral liegen. Heute haben wir den Generator ausprobiert - es klappt alles - und als der Keyboardspieler die ersten Töne spielte kamen die Kinder laut jubelnd auf das Zelt zugerannt und fingen gleich zu tanzen an. Sie versprachen uns am Abend zu kommen. Wir sind sehr gespannt und bitten Euch um Eure Fürbitte für Makabeleni.
Wir werden 3 Wochen hier sein, die Nacharbeit übernimmt der Pastor und zugleich Schuldirektor der kleinen Ortsgemeinde.

Liebe Grüße Gottes Segen aus Südafrika

Eure Familie Hoffmann
(Bodo, Katja, Simon und Maria)

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