Liebe Missionsfreunde,
ich grüsse euch mit der herrlichen Verheißung aus Jesaja, 44,3: „Denn ich werde
Wasser gießen auf das Durstige und Bäche auf das trockene Land. Ich werde meinen
Geist ausgießen auf deine Nachkommen und meinen Segen auf deine Sprösslinge.
“Ja, es ist wahr, unser Gott möchte auf die von Sünde zerbrochenen Herzen
frisches lebendig machendes Wasser gießen. Doch dafür sucht der Herr
„Schläuche“, bei denen ein Schlauchende mit dem Thron des Allmächtigen verbunden
ist, während das andere Ende das lebendige Wasser zu den Bedürftigen hier auf
die Erde bringt. So würde ich mit kurzem Worten unsere Missionsarbeit in der
Slowakei beschreiben.
Die Hoffnungslosigkeit ist groß, doch Gottes Hoffnung ist größer
Hier einige Fakten:
- In der Slowakei leben ca.
500.000 Romas, das sind zehn
Prozent der slowakischen
Bevölkerung.
- Die meisten leben an der
Armutsgrenze, so dass
Kriminalitätsrate und
Prostitution sehr hoch sind.
- In manchen Gefängnissen sind
neunzig Prozent der Inhaftierten
Romas. In einem dieser
Gefängnisse haben wir eine
Missionsarbeit. Wir besuchen
einmal in der Woche das
Gefängnis und verkündigen den
Inhaftierten das Evangelium.
- Die Not scheint fast
unlösbar zu sein. Politik und
Regierung sind mit ihren
Hilfsprogrammen und Projekten an
der Grenze der Verzweiflung,
weil sie keine Hilfsmittel
sehen, mit denen sie den Romas
helfen könnten.
Gesunde Gemeinden gründen gesunde Gemeinden
Nun, wir als Gottes Missionare sehen nicht nur das Hilfsmittel, sondern wir
haben es auch; es ist das herrliche Evangelium von Jesus Christus. Halleluja!
Wir sind so dankbar für das große Vorrecht, dem Herrn hier in der Slowakei an
den Armen dienen zu dürfen.
Unser Missionsauftrag in der Slowakei lautet: Gesunde Gemeinden gründen, die
wiederum gesunde Gemeinden gründen. Gerade in dieser Zeit sind wir dabei, eine
neue Missionsstation in einem Dorf zu gründen, in dem sechzig Prozent der
Einwohner Romas sind. Sie haben von unserer Gemeinde und den herrlichen Dingen
gehört, die der Herr unter uns tut, so dass sie unsere Gemeinde besuchten. Es
dauerte nicht lange und die Ersten haben sich bekehrt. Diese Freude haben sie
mit ihren Verwandten und Bekannten geteilt. Das Ergebnis ist, dass sich in
diesem Dorf zehn Menschen bekehrt haben und sich regelmäßig zum Gebet und
Bibellesen treffen. In Anbetracht dieser großen Not, die unter diesem Volk
herrscht, kommen wir uns manchmal ziemlich hoffnungslos vor. Doch dann schöpfen
wir immer wieder neuen Glaubensmut, wenn wir sehen wie Menschen sich bekehren
und der Gemeinde hinzugefügt werden, wenn sie durch lebendige Wiedergeburten
neue Lebenshoffnung durch Jesus schöpfen.


Gottesdienst in Kosice

Hunger nach der Errettung des eigenen Volkes
Um genügend Mitarbeiter zu bekommen, haben wir eine Jüngerschaftsschule
gegründet. Hier treffen wir uns als Leiter aus den verschiedenen Dörfern und
Regionen, um im Wort Gottes gegründet zu werden.
Zurzeit sind es 25 Studenten, die zweimal im Jahr zu den Schulungen kommen.
Sehr oft müssen Geschwister während der mehrtägigen Schulung fasten, und zwar,
weil sie kein Geld für das Essen haben.
Auch wenn ihr leiblicher Hunger nicht immer gestillt wird, Gott stillt doch
ihren geistlichen Hunger, Hunger nach Gottes Herrlichkeit, Hunger nach der
Errettung des eigenen Volkes.
Gottes Stunde hat begonnen
Mir ist es ganz klar; Gottes Stunde mit dem Volk der Roma in der Slowakei hat
begonnen. Nun sind wir gefragt, diese Zeit zu erkennen und sie richtig zu
nutzen, damit die kostbaren Seelen dieser Menschen gerettet werden.
Deshalb möchte ich euch, liebe Geschwister bitten, für uns zu beten.
Wir brauchen Gottes Unterstützung, die durch seine treuen Kinder kommt.
In Christi Liebe mit euch verbunden.
Stefan & Lisa Horn
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VM-Nachrichten (07/2005)
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