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Sind diese Verse nicht eine wundervolle Ermutigung
für die weltweite Evangelisation?!
Und wir dürfen teilhaben an der Erfüllung
dieser Vision. Gott gibt uns den Auftrag,
Menschen aus den unterschiedlichsten
Völkern und Kulturen zu erreichen, über
alle kulturellen und sprachlichen Grenzen
und Vorurteile hinweg! Ein großartiges Ziel
– welche Schritte sind wir bisher gegangen
und welche liegen noch vor uns?
Einen großen Teil unseres Lebens haben
wir innerhalb einer streng islamischen Kultur
verbracht, wo Evangelisation nur sehr
eingeschränkt möglich war. Wir standen
in ständiger Gefahr von Verfolgung und
Angriffen religiöser Fanatiker. Nachdem
ich 18 Jahre lang sehr
vorsichtig sein musste,
erlebte ich es wie
einen Traum, über
die Straßen von Nicosia/
Zypern zu gehen,
Menschen aus den unterschiedlichsten
Völkern zu begegnen – und ganz offen
mit ihnen über Jesus reden zu können.
Einfach unglaublich! Doch – warum
traf ich keinen Menschen, der diese
Chance nutzte und evangelisierte?
Ich stellte mir vor, welche unermesslichen
Möglichkeiten hier ein Team
von Christen hätte, wenn innerhalb
dieses Teams verschiedene Sprachen
gesprochen würden und man zusätzlich
noch freie Literatur zum Verteilen
hätte. Das war unsere Vision – unsere
Vision für Nicosia!
Eine Vision ist gut und wichtig,
aber der Weg zu deren Erfüllung ist
mitunter weit und mit Schwierigkeiten
und Problemen gepflastert. Wir wollen
Euch Anteil nehmen lassen an den
Schritten, die wir bisher gegangen sind. Bei allem Engagement
wollen wir jedoch nie vergessen, dass das Gebet die
wichtigste Grundlage aller Handlungen bildet.
1. Schritt: Umzug nach Zypern. Nach so vielen Jahren in einem islamischen
Land, wurde uns bewusst, dass der Druck für unsere Familie immer unerträglicher
wurde. Gesundheitliche Aspekte, Sicherheitsrisiken und die Ausbildung unserer
Kinder veranlassten uns, nach einem anderen Einsatzort zu suchen. Zypern war
nicht nur geographisch sehr nahe liegend. Diese geteilte Insel beherbergt viele
verschiedene Völker und Kulturen, auch einen großen Teil aus unserem bisherigen
Einsatzland, so dass wir unsere Erfahrungen gut einbringen könnten. Unser Umzug
nach Zypern war mit großen finanziellen Unsicherheiten verbunden, doch der Herr
hat uns
mit einer günstigen Wohnung versorgt, Iain hat eine Anstellung an einer christlichen
Schule erhalten (auch ein Missionsfeld an sich) und unsere
Mädchen haben sich sehr gut an der Schule eingelebt.
2. Schritt: Mitstreiter gewinnen, die unsere Vision
teilen. Unser Umzug nach Zypern kurz vor Weihnachten ergab eine gute
Gelegenheit, um in die Einkaufspassagen zu gehen, Weihnachtslieder
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zu singen und den Menschen
von der guten Nachricht zu erzählen. Nach und nach wuchs
diese Arbeit, wir gewannen Mitarbeiter
aus den verschiedenen Gemeinden
hinzu, ein Büchertisch mit Schriften in
vielen verschiedenen Sprachen wurde
zur festen Einrichtung. Jeden Freitag
Abend stehen wir nun in der City
und bieten Literatur und Gespräche
an. Wir haben ein Team zusammen
gestellt, in dem englisch, griechisch,
deutsch, arabisch, türkisch, russisch,
spanisch, tagalog, französisch und
verschiedene chinesische Dialekte gesprochen
werden. Auch unsere Kinder
bringen sich ein: oft gehen Passanten
vorbei, die niemals einen Flyer von
uns Erwachsenen annehmen würden
oder irgendetwas mit Jesus zu tun
haben wollen, doch aus den Händen
der Kinder nehmen sie gerne etwas
an und lesen es.
3. Schritt: Ressourcen finden.
Wir waren davon ausgegangen, dass
christliche Literatur in verschiedenen
Sprachen frei verfügbar sei und nur
auf Menschen wartet, die sie verteilen. Doch wir wurden eines Anderen belehrt. Es gibt zwar
vereinzelte Organisationen, die uns Schriften angeboten
haben, aber wir sind dringend auf der Suche nach einer zuverlässigen
Quelle, worüber wir freie Literatur zum Verteilen
beziehen können.
4. Schritt: Entwicklung einer Strategie. Das Verteilen
von christlicher Literatur ist sicherlich eine gute Sache,
gleicht aber auch dem Ausstreuen von Saatgut – wer weiß
wo die Saat hinfällt und ob sie jemals aufgeht? Es ist uns
ein Anliegen, immer mehr mit den Menschen ins Gespräch
zu kommen. Eine große Hilfe ist uns ein Freund, der durch
einfache Pantomime die Aufmerksamkeit der Passanten
anzieht. So können wir auf die Leute zugehen, mit ihnen
reden und ihnen Gebet anbieten. Auch ist es uns wichtig,
suchende Menschen an Gemeinden vor Ort zu vermitteln.
Durch unsere evangelistische Arbeit sind wir vielen
Hunderten von Menschen begegnet, dabei haben wir mit
einem Ex-Terroristen gebetet, chinesischen Prostituierten
neue Hoffnung gegeben, mit einsamen bengalischen Studenten
gesprochen, Westafrikaner ermutigt, eine Gemeinde
zu besuchen, iranischen und afghanischen Flüchtlingen
Zeugnis von Jesus gegeben, mit türkischen Lehrern über
das Evangelium diskutiert, mit griechischen Soldaten über
Jesus geredet – nicht zu vergessen die Algerier, Libyer, Syrier,
Ägypter, Libanesen, Serben, Rumänen, Polen, Pakistaner,
Inder und Russen! Mögen sie alle einmal unter denen sein,
die rufen: «Heil und Rettung kommen allein von unserem
Gott, der alle Macht in seinen Händen hält, und von
Christus, dem Lamm!»
Iain & Susanne Mitchell |