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Indonesien - Nias:

Neues Seebeben bei Sumatra

Nachricht vom 30.03.2005:


Verwüstungen durch das neue Erdbeben

Familie am Sarg

Einer unserer Mitarbeiter ist mit einem Militärflugzeug in Nias eingetroffen und konnte sich ein Bild von der Lage machen. Es herrscht viel Zerstörung und immer noch sind Menschen lebendig verschüttet und können nicht geborgen werden, da es kein schweres Gerät gibt um Beton und Schutt wegzuräumen.
Die Regierung hat nun die einzige Fähre zur Insel unter ihre Kontrolle genommen, um Bulldozer und anderes schweres Gerät auf die Insel zu bringen. Es sind noch sehr wenige Hilfskräfte da, weil es sehr mühsam und kompliziert ist, auf die Insel zu gelangen, geschweige denn Hilfsgüter zu bringen.
Unser zweiter Mitarbeiter wird nach Medan fahren, um dort einige LKW-Ladungen Hilfsgüter einzukaufen und auf den Weg zu schicken. Es wird so gut wie alles gebraucht: Lebensmittel, Medizin, Trinkwasser, Benzin, Decken, Zelte, Plane.
Die Menschen brauchen weiter unsere Hilfe.
Herzlichen Dank für alle Unterstützung.

Nachricht vom 29.03.2005:

In der Nacht vom 28. auf den 29. März 2005 bebte erneut die Erde westlich von Sumatra in unmittelbarer Nähe der Insel Nias. Das Beben hatte die Stärke von 8,7 auf der Richterskala.
Gerade auf der Insel Nias, auf die sich unsere Mitarbeiter schon in den letzten Monaten konzentriert hatten, gab es die größten Zerstörungen. In der Hauptstadt Gunung Sitoli, durch welche die ganze Insel versorgt wird, sind über 80% der Häuser beschädigt.
Fast alle mehrstöckigen Häuser sind eingestürzt. Dadurch gab es besonders viele Todesopfer in der Hauptstadt. Aber auch in anderen Teilen der Insel gab es Verletzte und Tote.
Die Regierung vermutet bis zu 2000 Tote als Folge dieses Erdbebens. Da unser Mitarbeiter die Insel mittlerweile etwas kennt, weiß er, dass es unmöglich ist, genaue Angaben zu machen. In einige Gegenden kommt man nur mit dem Motorrad hinein und Telefon gibt es auch nicht. Deshalb weiß derzeit niemand genau, wie viele Menschen dort betroffen sind. Da auf dem Land viele Häuser einstöckige Holzbauten sind, ist die Einsturzgefahr nicht so groß, auch wenn die Häuser beschädigt sind.

Obwohl das Beben auf ganz Sumatra zu spüren war, sind unsere Mitarbeiter verschont geblieben.
Dafür danken wir Gott!

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