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Indonesien - Nias:
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Familie
vor zerstörter Kirche |
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... das Leben geht weiter |
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Nachricht vom 15.04.2004
Unser Mitarbeiter in Indonesien berichtet von einer weiteren Versorgungsreise in die Krisenregion:
Angeschlagen, aber zufrieden bin ich wieder Zuhause angekommen. Die Zeit in Nias war
anstrengend, aber erfolgreich. Bis heute kommen nicht genug Lebensmittel auf die Insel Nias, da sie
sehr abgelegen ist und der Hafen in Sibolga große Mengen an Versorgungsgütern nicht bewältigen
kann.
40 Tonnen Hilfsgüter
Ich konnte kleines Schiff mieten und in Windeseile 40 Tonnen Hilfsgüter besorgen. Darunter 27
Tonnen Reis, Instant-Nudel-Gerichte, Zucker, Zelte, Strohmatten, Fischkonserven,
Petroleumlampen, Medizin, Kerzen, Trinkwasser und einiges mehr. Dies war möglich, da viele
Menschen in Deutschland Spenden an die Velberter Mission geschickt haben. Vielen Dank dafür!
Schiffsreise
Die Schiffsreise dauerte etwa 30 Stunden. Im Hafen konnten wir nicht sofort anlegen, da der
Kapitän
Angst hatte, die wartenden Menschen würde das Schiff stürmen. Nachdem die Marinesoldaten den
Hafen gesichert hatten, legten wir an und begannen mit dem Entladen. Das dauerte die ganze Nacht
hindurch. Wir waren müde, schmutzig und uns taten die Füße weh. Aber weil die Menschen schon
so lange auf die Lebensmittel warteten, begannen wir noch am selben Morgen mit der Verteilung.
Wir fuhren über abenteuerliche Brücken in die Dörfer, um über lokale Gemeinden die Hilfsgüter zu
verteilen.
Nicht genügend Lebensmittel auf Nias
Die Not ist überall sehr groß. Wo soll man da beginnen? Wir entschlossen uns den lokalen
Gemeinden die doppelte Ration an Reis zu geben und sie aufzufordern, mit Nachbarn und anderen
Bedürftigen zu teilen. Für viele war das ein Opfer, aber sie taten es. Vielen liefen Tränen übers
Gesicht und so manch einer fiel uns vor Freude um den Hals.
Die über 500.000 Einwohner leben so gut wie alle in Zelten, da sie Angst vor weiteren Beben haben.
Dazu kommt, dass viele Leute einer alten Sage glauben, nach welcher die Insel beim nächsten
Beben völlig im Ozean untergehen wird. Es ist erschütternd, durch die Straßen zu gehen und die
Zerstörung zu sehen. Tod und Zerstörung sind allgegenwärtig und bringen eine Depression auf die
Bevölkerung. Häuser, in denen ich noch vor kurzem übernachtet habe, sind völlig zerstört.
Geschäfte, in denen ich eingekauft habe, existieren nicht mehr.
Bis heute schafft man es nicht, genügend Lebensmittel auf die Insel zu bringen. Doch eine
einheimische Organisation plant ein Lebensmittel-Versorgungsprogramm.
Wir wollen uns am Wiederaufbau von vier zerstörten Gemeindehäusern beteiligen.
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