Malawi erklärt sich zum Katastrophengebiet
(17.10.2005)
Angesichts der bedrohlichen Hungersnot in
Malawi hat die Regierung alle 28 Provinzen des
ostafrikanischen Landes zum Katastrophengebiet
erklärt und die internationale Gemeinschaft um
Hilfe gebeten. Die Krise bedrohe fünf der elf
Millionen Einwohner, sagte Präsident Bingu wa
Mutharika in einer Radio- und Fernsehansprache.
Immer wieder hören wir in den
Nachrichten von Ländern in
Afrika, die von Hungersnöten
heimgesucht werden. Das betrifft
auch die Länder, in denen einige
unserer Missionare arbeiten.
Malawi hatte im vergangenen
Jahr in vielen Gebieten sehr wenig
Regen und eine schlechte Ernte.
Viele Menschen müssen deshalb
hungern. Wir haben schon einen
Betrag vorab geschickt und unser
Missionar Ulf Strohbehn konnte
17 Tonnen Mais verteilen, und
somit etwas Not lindern.
Es wird
immer noch weiter Hilfe benötigt,
da die neue Ernte erst Ende April
eingebracht wird.
Auch die Menschen im Nordosten
Kenias, wo Thomas R. arbeitet,
werden von einer extremen
Hungersnot heimgesucht. Thomas
R. schreibt uns: „Noch sehen wir
keine toten Menschen, aber der
Boden ist übersät mit toten Rindern
und Schafen. Milch ist hier rar, sehr
teuer und das Hauptnahrungsmittel
der Somalis. Wir haben die Situation
noch nie so elend und hoffnungslos
erlebt, wie momentan.
Die nächste
Regenzeit kommt nicht vor März /
April. Auch hier müssen wir dringend
helfen.
Wir danken herzlich für alle Unterstützung!
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