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Katastrophenhilfe - Kenia

09.01.2008
Hilfe für Kenia
Hilfsdienst der Velberter Mission in Kibera, dem größten Slumgebiet Nairobis
Seit einigen Jahren arbeitet unsere Mitarbeiterin Karin Apfelthaler-Onyango
zusammen mit ihrem Mann Wilson, einem Kenianer, in Nairobi. Ein Schwerpunkt
ihrer Arbeit ist der Aufbau von christlichen Gemeinden in den Slums von Nairobi.
Aufgrund der großen Armut ist dies immer mit sozialen, humanitären Projekten
verbunden.
Nairobi hat etwa 2,75 Millionen Einwohner, etwa 60% leben in den vielen Slums
(die Angabe der Anzahl schwankt zwischen 66 und 200 Slumgebieten). Das größte
Slumgebiet heißt Kibera, allein dort leben etwa 1 Million Menschen.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nairobi
Politische Instabilität, Korruption, Feindschaften zwischen Clans und Volksgruppen sowie
die großen sozialen Spannungen führten in den letzten Tagen zu gewalttätigen
Auseinandersetzungen, die besonders in den Slumgebieten ausgetragen wurden. Dazu
sandte uns unsere Mitarbeiterin einen Bericht, den wir hier auszugsweise
wiedergeben:
"Wir sind auch verschont geblieben von wild gewordenen jungen Erwachsenen, die
von Kibera kommen und Zerstörung und Angst verbreiten. Das soziale Pulverfass
ist so spürbar. Vorgestern konnten wir zusammen zum ersten Mal nach Kibera
"hineinspazieren". Es sieht aus wie im Krieg. Die kleinen Geschäfte Werkstätten
sind alle zerstört und geplündert und angrenzende Wohnhäuser am Rand von Kibera,
und auch Kirchen. Es muss ein schlimmes Flammeninferno gewesen sein. Wir sind
noch dabei zu verstehen wie die Lage wirklich ist.
Bei den Zerstörungen wurden wie überall auch im Slum teilweise ethnische
Kriterien angesetzt. Im Slum sind viele Hütten in Flammen aufgegangen. Wir
konnten bei unserem "Spaziergang" einigen Menschen sprechen zuhören, die noch im
Schock sind und mit ihnen beten.
Es ist schwierig was hineinzubringen, weil es Straßensperren gibt und
Verteilungen Anlass zur Aggression sind, wenn nicht jeder was bekommen kann.
Deshalb versuchen wir alle persönlichen Kontakte zu nutzen und es sehr
low-profile und flexibel anzugehen. Mit einem Auto hineinzufahren, das voll
Essen ist, ist riskant und Polizeischutz wird gleich interpretiert, bei der
rebellischen Stimmung hier. Wir konnten einen Supermarkt nahe am Slum für ca. 75
Familien als Treff- und Abholpunkt benutzen.
Wilsons gute Kontakte zu vielen Pastoren, die in Kibera arbeiten sind sehr
wertvoll Und auch dort konnten wir helfen, weil manche Zuflucht gegeben haben
für Familien in akuter Not und ohne Bleibe." |
Ein Waisenprojekt mit 60 Waisen von Kibera ... ist auch mit auf der Hilfsliste
und wir konnten wenigstens etwas Gemüse für sie kaufen.
Wir haben bereits Geld
nach Kenia geschickt, damit unsere Mitarbeiterin zusammen mit einer
einheimischen Kirchengemeinde die Hilfsdienste für Menschen in Kibera
voranbringen kann. Für Spenden zur Förderung dieser Arbeit wären wir sehr
dankbar.
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Verwendungszweck-Angabe für Spenden
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Ein paar Bilder aus Kibera:
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