Prophetische Voraussagen
Schon einhundert Jahre bevor die babylonische Gefangenschaft für das Volk der Juden begann, hatte der Prophet Zephanja sie angekündigt. Wir wissen, dass es genauso kam, wie der Prophet es voraus sagte. Dabei ist es wesentlich,
zu sehen, dass der Herr in die Geschichte der Nationen und Menschen
eingreift. Er schwebt nicht irgendwo im Universum, sondern, er steigt in unsere Geschichte und Zeit hinab. Wir sehen auch, wie er Herrscher, ja sogar ganze Königreiche
steuert. Mit Zephanja hatte er einen Propheten gebraucht, um zu sagen, dass Gottes Volk in die Gefangenschaft gehen wird, aber auch, dass sein Volk nach 70 Jahren
wieder frei sein würde.
Nach 70 langen, entbehrungsreichen
Jahren, ist die erste Welle der Heimkehrer unterwegs. Für die Juden war dies sehr bedeutungsvoll, denn sie erlebten, wie ihr Herr und Gott sein Wort hält und erfüllt. Das musste eine große Ermutigung für das Volk damals gewesen sein.
Wiederaufbau des Tempels
Die ersten Heimkehrer waren mit dem Wiederaufbau des Tempels beschäftigt. Das ist wichtig, weil wir gesagt haben: „DAS WICHTIGSTE
ZUERST“. Wir lesen in Esra 1,5-11: „Da machten sich die Familienoberhäupter
von Judäa und Benjamin auf und die Priester und die Leviten, jeder, dessen Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen, um das Haus des Herrn in Jerusalem zu bauen. Und alle, die um sie herum wohnten, griffen ihnen unter die Arme mit silbernen Geräten, mit Gold, mit Habe und mit Vieh und mit Kostbarkeiten, abgesehen von allen freiwilligen Gaben. Und der König Kyrus holte die Geräte des Hauses des Herrn wieder heraus, die Nebukadnezar aus Jerusalem herausgeholt hatte und die er als Geschenke in das Haus seines Gottes gegeben hatte. Die brachte Kyrus, der König von Persien, in die Obhut des Schatzmeisters Midredat;
und der zählte sie Scheschbazar,
dem Fürsten Judas, vor. Und das ist ihre Anzahl: 30 goldene Becken, 1000 silberne Becken, 29 Messer, 20 goldene Becher, 410 silberne Becher von zweiter Wahl, 1000 andere Geräte. Alle Geräte aus Gold und Silber waren 5400. Das alles
brachte Scheschbazar mit herauf, als die Gefangenen aus Babel nach Jerusalem heraufgeführt wurden.”
Sie machten sich auf
Wir lesen im Buch Esra im ersten Kapitel: Da machten sie sich auf, alle die, die vom Geist Gottes erweckt waren. Der Stadthalter Jerusalems, der Hohepriester, die Familienoberhäupter, sie alle waren mit dabei. Sie hatten ihren Auftrag, ihre Legitimität (Visa’s) ihre Begeisterung,
(Freude) ihre Ausrüstung, (Missionsfreunde und Spendenunterstützung).
Sie sind durch die Wüste marschiert, voll bepackt in eine noch ungewisse Zukunft. Halleluja,
jetzt geht es los!
Schlechte Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für den Wiederaufbau waren allerdings sehr schlecht. Der erste Anblick Jerusalems war ernüchternd. Wüst und leer, Heimat der Wölfe und Schakale, war das noch Jerusalem? Vom prächtigen Tempel nur noch Fundamente übrig. Die einstmals schützenden Mauern Jerusalems waren niedergerissen und zerstört. Schutz vor bösen Menschen und wilden Tieren gab es nicht. Dennoch,
ohne sich um die eigene Sicherheit zuerst zu kümmern, wurde der Wiederaufbau des Tempels als erste Priorität in Angriff
genommen. Hier wurde ein deutliches Zeichen gesetzt für die Bauleute selbst, aber auch für ihre Nachbarn und Beobachter.
Müdigkeit tritt ein
Sie haben angefangen die Trümmer wegzuräumen. Wie groß und schwer waren doch die alten Steine? Diese Brocken mussten erst einmal Platz machen. Viel Kraft hat das gekostet. Und dann kam etwas, das vielleicht kommen musste. Sie wurden ein bisschen müde. Sie sagten.
„Uh, vielleicht ist die Zeit noch nicht gekommen, um das Haus des Herrn zu bauen.“
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Das angefangene Werk muss vollendet werden
Wir können bestimmt bestätigen,
dass es viel leichter ist, einen Dienst (Arbeit) anzufangen, als sie auch zu Ende zu bringen. In dieser Schwächephase erinnert der Prophet Haggai sein Volk mit dem Gebot: „DAS WICHTIGSTE ZUERST.“
Prophet zu sein, war keine ungefährliche Aufgabe. Oft mussten sie mit Verachtung, Ablehnung, Spott und Verfolgung rechnen, es war ein schwieriger Job. Dennoch nimmt Haggai seine Berufung ernst und sagt in Kapitel 1, 7-11: „Und nun, so spricht der Herr der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege. Ihr habt viel gesät, aber wenig eingebracht; ihr esst, aber werdet nicht satt, ihr trinkt, aber seid noch durstig, ihr kleidet euch, aber es wird keinem warm, und der Lohnarbeiter erwirbt Lohn in einem durchlöcherten Beutel. So spricht der Herr der Heerscharen: Richtet euer Herz auf eure Wege. Steigt hinauf ins Gebirge und bringt Holz herbei und baut das Haus.“
Was gefehlt hatte, war der Wille, das angefangene gute Werk auch zu vollenden. Ihre Klagen lassen sich menschlich gut verstehen. Sie waren Flüchtlinge, sie waren arm, sie hatten in schwierigen Verhältnissen
arbeiten müssen. Baumärkte,
wie Obi und Co., gab es noch nicht. Ihre Einwände sind von uns allen nachvollziehbar. Trotzdem sollten wir uns ihre Klagen und die Antworten des Propheten darauf näher ansehen.
Sie sagten, (Haggai 1,2-11): „Die Zeit ist noch nicht gekommen, das Haus des Herrn zu bauen. Die Aufgabe ist zu groß“. Resignation klingt in ihren Worten mit. „Wir schaffen das nicht.“ Was könnte der Grund für ihre Klage gewesen sein? Vielleicht hatten sie den Tempel im Original vor Augen. Ein prachtvolles Gebäude mit Gold und Silber, überzogen mit Purpur und mit Marmor ausgestattet. Wir wissen,
dass David dafür gespart hatte. Er hatte Holz und Gold gesammelt und so hatte Salomo alles, was er zum Bau des Tempels brauchte. Bei der Eroberung Jerusalems wurde alles zerstört, Gold und Silber herausgerissen und die mächtigen Mauern fielen. Nur ein Haufen von unbeweglichen Steinquadern blieb übrig. Es brauchte Menschenmengen,
um diese mächtigen Steine zu 7bewegen. Die Grundstimmung für ihre Klage war: „Herr wir sind ein armes Volk. Wir haben jetzt keine Kraft. Wir glauben, dass die Arbeit für uns zu groß ist.“ Mut, vorwärts zu gehen
Hier sitzen wir bei einem Missionsfest,
wir singen und haben Freude und schauen auf die Arbeit. Etwa sechs Milliarden Menschen gibt es auf dieser Welt, etwa vier Milliarden davon haben noch nie von Jesus gehört. Was für eine Arbeit! Vielleicht denken auch wir, ja die Aufgabe ist zu groß. Das einzige
Problem mit unseren Klagen ist, dass Gott immer eine Antwort hat. Er sagte in Haggai 1,4 und den darauf folgenden Versen: „Es ist mein Haus, es ist mein Werk.“ Ja, die uns aufgetragene Arbeit ist die Arbeit unseres Herrn. Wenn es nur unsere Arbeit wäre, dann müssten wir resignieren und aufgeben. Wenn wir aber wissen, dass der Herr der Heerscharen, der große und allmächtige Gott, der Herr des Himmels und der Erde auf unserer Seite ist, dann haben wir Mut, vorwärts zu gehen. Wir sind seine Leute, wir sind seine Mitarbeiter. Wir sind Treuhänder
Sie sagten, (Haggai 1): „Wir sind arm. Dürre und schlechte Ernten haben wir gehabt, viel gesät (investiert) und wenig eingebracht (Inflation). Wir sind durstig und hungrig.“ Die Reserven waren aufgebraucht (Sparkonten). Das Geschäft lief nicht mehr. Menschliche
Logik sagt, unsere Ressourcen reichen nicht aus. Die Erkenntnis war richtig. Für den Tempelbau brauchte es Quellen, die sprudeln und frisches Wasser hervorbringen. Ja, Mission kostet viel Geld. Wie ist das zu schaffen? Die Heimkehrer (Flüchtlinge) hatten nicht viel. Auch wir befinden uns auf einer Reise, wir haben hier kein ewiges Bürgerrecht, das ist im Himmel. Wir können auch klagen und sagen,
wir haben zu wenig. Aber das Problem ist, dass der Herr auch auf diese Klage eine Antwort hat. In Haggai,
2,8 sagt er: „Mein ist das Silber, |
mein ist das Gold, spricht der Herr der Heerscharen.“ Wisst ihr, wir sind nur
Verwalter. Wir sind nicht Besitzer unseres Geldes und Wohlstandes. Das stimmt
doch, oder? Wir sind Treuhänder von unseren Häusern, von unseren Sparkonten und
von all unseren Sachen. Unser Herr besitzt alles, das Gold, das Silber, den
Dollar, den Euro und den Yen. Er ist der Herr. Alles wird einmal vergehen und
wir sind angehalten einen guten Dienst zu tun. Wir dürfen seine Mitarbeiter
sein. Wenn wir Bedürfnisse haben, wenn Mission vorangetrieben werden soll, dann
kommen wir zur richtigen Quelle, unserem Gott. Wenn wir das ganze Evangelium
durch die ganze Welt bringen müssen, wird er auch die ganze Gemeinde gebrauchen,
die Kinder, die Erwachsenen und auch die alten Leute wie mich. Verstehen wir Gottes Antwort?
Sie sagten: „Was wir bauen, wird nicht so gut sein wie das Original.“ Es gab unter den Heimkehrern
auch ältere Leute, die sich noch an den mächtigen Tempel Salomos erinnern konnten. Esra, der Zeitgenosse Haggais, schreibt in Kapitel 3,12: „Aber viele der alten Priester und Leviten und Familienoberhäupter,
die früher den Tempel gesehen
hatten, weinten laut.“ Ja im Vergleich war alles viel bescheidener. Die Zedern Libanons waren nicht mehr zu ersetzen, das Gold aus den Abbaustellen Salomos verschwunden. Sollte man da nicht gleich aufgeben? Das Problem, der Herr hatte auch auf diese Klage eine Antwort. In Kapitel 2,9 ließ er durch Haggai sagen: „Größer wird die Herrlichkeit
dieses künftigen Hauses sein, als die des früheren, spricht der Herr der Heerscharen, und an diesem Ort will ich Frieden geben, spricht der Herr der Heerscharen.“ Verstehen wir Gottes Antwort? Der Herr ist nicht beeindruckt von den Werken unserer Hände. Was zählt ist, ob sein Geist unter uns ist und im Werk unserer Hände sein Friede wohnt. Vielleicht ist das, was wir bauen nicht so groß und prächtig, aber wenn ER in unserem Werk gegenwärtig ist dann ist auch seine Herrlichkeit sichtbar. Mein Geist bleibt in eurer Mitte
Nach den Antworten Gottes lesen wir in Haggai 1,14 Folgendes: „Und der Herr erweckte den Geist Serubabels, des Sohnes Sealthiels, des Stadthalters von Juda, und den Geist Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, des Hohenpriesters, und den Geist des ganzen Überrestes des Volkes, so dass sie kamen und sich an die
Arbeit am Haus des Herrn der Heerscharen,
ihres Gottes machten.“ Der Herr erweckte den
Geist eines ganzen Volkes! Er machte seinen
großen Auftrag begreiflich. Er ermutigte und
schenkte Glauben. Er schenkte die Gnade, die
Arbeit anzupacken, große Träume zu träumen,
und herrliche Visionen umzusetzen.
In Haggai 2,5 sagt Gott: „Mein Geist bleibt
in eurer Mitte.“ Wir müssen uns nicht vor
schwierigen Umständen fürchten. Der Herr
ist in unserer Mitte, ob nun der Dollar fällt,
der Euro fällt, oder die Terroristen angreifen.
Wissen wir, dass dieses Haus, das
vom Überrest des Volkes
gebaut wurde, eigentlich
das Haus war, wo Jesus Christus sich als Retter und
Heiland, ja als Sohn Gottes
offenbarte? Genau das wurde
durch den Propheten voraus
gesagt in Haggai, 2,6: „Noch
einmal – wenig ist es – und ich
werde den Himmel und die Erde
und das Meer und das Trockene
erschüttern. Dann werde ich alle
Nationen erschüttern und die
Kostbarkeiten aller Nationen
werden kommen und ich werde
dieses Haus mit Herrlichkeit
füllen, spricht der Herr der
Heerscharen.“
Der Apostel Paulus erinnert
uns daran, dass wir jetzt mit
unserem Leib und Leben der
Tempel Gottes geworden sind,
aber auch dass Milliarden von
Menschen wie Ruinen existieren,
nur noch als Erinnerung
und Schatten dessen, was sie in
der Schöpferabsicht sein sollten.
Der Geist eines ganzen Volkes
(nur arme Heimkehrer) wurde
von Gott erweckt. Jeder begriff,
„DAS WICHTIGSTE ZUERST!“
Wir auch?
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