|
Gott gibt uns den Auftrag, Menschen aus
den unterschiedlichsten Völkern und
Kulturen zu erreichen, über alle kulturellen
und sprachlichen Grenzen und Vorurteile
hinweg!
Ein großartiges Ziel – welche Schritte
sind wir bisher
gegangen und welche
liegen noch vor uns? So
fragt einer
unserer Missionare in seinem Bericht.
Unser ganzes Leben – auch die Missionsarbeit – setzt
sich aus vielen Entwicklungsschritten zusammen. Als
wir das Laufen lernten, war jeder Schritt ein Erfolg, der
beklatscht und gefeiert wurde. Heute muss alles schneller
gehen, es geht um große Entfernungen und die Zeit, in der
sie überbrückt werden können. Der einzelne „Schritt“ geht
dabei sprichwörtlich unter. Und doch ist jeder Schritt wichtig,
um den nächsten zu tun, denn die einzelnen Schritte
bauen aufeinander auf. Es sind die kleinen Einheiten und
Dinge unseres Lebens, die zählen, auch wenn wir sie oft
übersehen.
Bei dem Versuch, einzelne Schritte zu überspringen,
um Zeit zu sparen, noch effizienter und schneller zum
Ziel zu kommen, geraten wir schnell in Gefahr, unsere
„Bodenhaftung“ und die „Lebensrealität“ zu verlieren.
Wir brauchen Menschen, die zielorientiert Schritt für
Schritt nach vorne gehen und dabei den Blick für die
Wirklichkeit nicht aus den Augen verlieren.
Nicht bei der Vision stehen bleiben. Wie
viele kleine Schritte der Vorbereitung gehen unsere Missionare, bis sie endlich
das Land ihrer Berufung erreichen? Wie viele Schritte, bis eine Volksgruppe
erreicht, eine Gemeinde gewachsen ist? Wie viele Jahre vergehen, bis das Wort
Gottes in eine andere Sprache und Kultur übersetzt wird? Wie viele Gebete, wie
viele Opfer bis junge Menschen in China das Wort Gottes hören können? |
| |
Wie viele Lehr- und Begleitstunden, bis aus einem frisch berufenen ein
reifer, fruchtbarer Pastor wird? Wenn ich heute von jungen Chinesen höre,
die in ihren Dörfern Menschen zu Jesus rufen, von gesegneten Gemeinden und
Gemeindeleitern, von Menschen, die das Wort Gottes in ihrer Sprache lesen, von bekennenden Christen,
die in unseren Schulen und Heimen von Jesus
gehört haben, dann sage ich DANKE all denen,
die mit unseren Missionaren durch Gebet und
Gaben mitgegangen sind und noch gehen,
aber auch DANKE unserem Herrn, der Gnade
geschenkt hat zu jedem einzelnen Schritt.
|
| |
Wir alle haben ein Ziel vor Augen: das Reich
und die Herrschaft unseres Herrn in vielen
Herzen und Völkern aufzurichten. Dieses
Ziel, wenn wir es erreichen wollen, darf
nicht nur eine Vision bleiben, sondern
muss schon heute ausgelebte Realität
in unserem eigenen und persönlichen
Leben sein.
Unsere Missionare berichten in dieser Ausgabe von
zurückgelegten Schritten und
von vielen, die noch zu gehen
sind. Wenn wir ihre „Bahn“
verfolgen, dann
lasst |
| |
uns für jeden gegangenen
Schritt unseren Gott loben und
danken und für jeden noch zu
gehenden um Gnade, Bewahrung
und Weisheit bitten. Auf
diesem Wege, in diesem Sinne
lasst uns Schritt halten und
schrittweise dem Ziel entgegengehen. |
|
Euer
Siegfried Bongartz
Missionsdirektor
der Velberter Mission |
|