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Philosophieren möchte ich jetzt nicht. Die Berichte und Erlebnisse unserer Missionare beantworten die Frage unzweifelhaft mit einem klaren „Ja“. Sie sprechen ganz nüchtern von Grenzen, die weder ignoriert, noch verniedlicht sind. Sie werden als Tatsache unüberlesbar wahrgenommen. Jeder Leser und Missionsfreund wird aber genauso bemerken, wie auf wunderbare Weise diese Grenzen überschritten, erweitert oder durchbrochen werden.
Dies geschieht ganz unterschiedlich, augenblicklich oder schrittweise, bewusst oder unbewusst, aber es geschieht!
Bewegend ist die Geschichte von Tom und Kathi Wert. Mehrmals dem Tode ins Auge geschaut, ohne Hoffnung auf Genesung. Auftrag und Berufung – gibt es das für uns? Sie fragen sich, haben wir Gott falsch verstanden und kommen zur Feststellung: „Gott hat weiter geredet, unsere Grenzen erweitert“.
Unsere Missionsfamilie
Thomas und Dörte Renner mussten aus Wajir vor extremen und zu allem entschlossenen Muslimen flüchten. Es wurden Grenzen gesetzt, so schien es jedenfalls. Was für eine große Fehleinschätzung, der auch wir oft unterliegen. Grenzen sind Gottes Möglichkeiten. Die Flucht hat sie nach Kijabe geführt, einem Krankenhaus, in dem Hunderte von Somalis Hilfe suchen. Sie berichten, wie sie jetzt ihren Verfolgern die Hände auflegen und das Wort Gottes in ihrer Sprache vorlesen. Damit dringt das Evangelium durch die Grenze bis nach Somalia, denn von dort kommen viele Patienten.
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Familie Georg und Sabine Schilling aus Kapstadt schreibt: „Wir hatten keine Gemeinde, kein Missionswerk, und keinen Freundeskreis. Was wir hatten, war ein Auftrag und eine Berufung. Gott hat uns beschenkt.“ Im letzten Absatz schreiben sie: „Wir sind dankbar für Unmöglichkeiten, denn dann ist es nur noch der Herr, der die Dinge regelt. Es hilft uns, hier keine eigene Ehre mehr zu suchen.“
Oliver und Simone Pagé sind in Kenia angekommen. Oliver, ein Fußballtrainer und Missionar in einer Person. Auch hier werden Grenzen überschritten. Bitte lest mehr davon auf der JuMi-Seite.
Bei den vielen ermutigenden Berichten denke ich auch an meine ganz normalen irdischen Grenzüberschreitungen. Mein Reisepass ist voller Stempel und erinnert mich an ganz bewegende Momente meines Lebens. Bei jeder Grenzüberschreitung erfolgte eine Identifikationsüberprüfung. Oft war es nur ein Blick aufs Photo und anschließend in mein Gesicht. Aber ich erinnere mich auch an ganz intensive Prüfungen, wo nicht nur die Schuhe ausgezogen werden mussten.
Was oder wer geht über die Grenze, war hier der
entscheidende Faktor. Alles musste besiegelt,
geprüft und genehmigt sein. Als solche, die im
Auftrag unseres Herrn stehen, sind wir
regelrecht „abgestempelt“. Der Schlüssel Davids,
das heißt die Herrschaft über Himmel und Erde
liegt auf der Schulter unseres Herrn. Was er,
und nur er, aufschließt, kann niemand schließen
und umgekehrt, was er zuschließt, kann niemand
aufschließen.
Auf seinen Wegen in seinem Auftrag sind alle
Türen offen. Mission ist grenzenlos!
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Euer
Siegfried Bongartz
Missionsdirektor
der Velberter Mission |
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