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Gibt es noch Hoffnung?

 
 
 

Die Überschrift eines Artikels in Idea Spektrum vom 19.01.05 hat mich nachdenklich gemacht. Dort war zu lesen: „Unser Hauptproblem ist der fehlende Optimismus“. Gemeint war damit die positive und hoffnungsvolle Grundhaltung zum Leben im Allgemeinen und zur Zukunftsperspektive im Besonderen. Viele Umfragen bestätigen, dass die Mehrheit unseres Volkes nicht mehr an bessere Zeiten, mehr Wohlstand und bessere Absicherung fürs Alter glaubt. Man ahnt unbewusst, dass noch so manche Beben und Katastrophen über diese Erde hereinbrechen werden. Machtlos, auch mit Frühwarnsystemen, muss die Menschheit erleben, wie wenig sie ihre Tage kontrolliert. Die Geschäftswelt leidet unter dieser pessimistischen Grundhaltung und beklagt mangelnde Investitionsbereitschaft, stagnierenden Absatz und Konsum. Der Wirtschaftsmotor Optimismus ist ins Stocken geraten.

Was ist zu tun?

Einfach in einer Selbstsuggestion zu sagen, jetzt bin ich optimistisch, ohne substantielle Hoffnung zu haben, erscheint schon etwas kindisch und dumm. Denn Optimismus baut auf ein solides Fundament auf, einer Kraftquelle. Wo es nichts zu hoffen gibt, also kein Hoffnungsträger oder -gegenstand greifbar ist, kann sich kein Optimismus entfalten.

Auch Mission kann nicht geschehen, wenn kein Hoffnungsgrund vorhanden ist. Wir dürfen uns als missionsbewusste Christen und als Missionare nicht von dem vorhandenen rauen Klima anstecken lassen.

Ein Norweger, mit dem ich auf einer Überfahrt nach Oslo ins Gespräch kam, erzählte mir vom Fischfang im Nordkap, wo er sehr viel Geld verdiente. Es müsse da aber bitter kalt und ungemütlich sein, gab ich zu bedenken. Er ver- sicherte mir, dass er keine Kälte spüre, denn es komme alleine darauf an, wie man angezogen ist. Hat man entsprechende Kleidung, kann man auch im kältesten Umfeld überleben. Das heißt, je schlechter ich angezogen bin, desto kälter wird mir. Eine alte und treffliche Lebensweisheit.

Es gibt immer noch Hoffnung

Wir sind doch keine Menschen, die keine „Pelzjacken“ haben, sprich ohne Hoffnung leben. Im Gegenteil, wir haben eine lebendige Hoffnung, unseren gekreuzigten und auferstandenen Herrn Jesus Christus. Er garantiert uns Erfolg und Erfüllung unseres Lebens und Auftrages. Wieso hätte Jesus sagen können „gehet hin in alle Welt und macht alle Völker zu meinen Jüngern“, wenn dies von vorn herein nicht möglich wäre? Er hat es aber gesagt und weil er es gesagt hat, ist es möglich! Hier einige Auszüge von Gottesmännern, die mit dieser Hoffnung lebten.  

Artur Wesley, der Herzog von Wellington, sagte folgenden Satz: „Weil unser oberster Befehlshaber nicht abwesend ist, sondern mit uns, wird das Unmögliche nicht nur praktisch, sondern zwingend“. Spurgeon predigte über den Missionsbefehl Jesu: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auch auf Erden: Du hast hier einen Faktor, der absolut unendlich ist und was macht es schon, gegenüber anderen Fakten, die es geben mag? Ich werde tun, was ich kann, sagt einer, aber jeder Narr kann das. Doch der da glaubt (hofft) in Christus, tut, was er nicht tun kann, unternimmt das Unmögliche und führt es aus“.

Der Bischof Phillip Brooks gab diese Ratschläge: „Bete nicht für ein leichteres Leben, bete aber darum, ein starker Mann zu sein. Bete nicht für Aufgaben, die Deiner Kraft entsprechen; bete aber um Kraft, die Deinen Aufgaben entspricht. Dann wird das Vollbringen Deiner Werke kein Wunder sein, sondern Du selbst bist dann das Wunder.“ Welch große Hoffnungsträger, mehr als nur Optimisten, waren unsere Glaubensväter. Gerade diese Kühnheit sollten wir uns im Bezug auf Mission wieder neu schenken lassen.

Petrus schreibt in seinem ersten Brief im 3. Kapitel, Vers 15: „Seid aber jeder Zeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert“. Wer soll in unserer Zeit Hoffnungsträger sein, wenn nicht wir, die wir die lebendige Hoffnung, Jesus Christus, in uns tragen.

Deshalb senden, begleiten, unterstützen und beten wir für unsere Missionare, damit viele Menschen diese lebendige Hoffnung kennen lernen.

Euer Siegfried Bongartz

Siegfried
Bongartz,
Missionsdirektor
der
Velberter
Mission

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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