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Die Familie des Missionars
     – oder die Missionarsfamilie?

 
 


Im Rampenlicht steht meistens der Missionar. Er ist der Berufene, Begabte, Ausgebildete, Angestellte und Ausgesandte. Er erhält das Arbeitsvisum, er hat seine Arbeitsbeschreibung, mit ihm verknüpfen wir Strategie und Zielvorstellungen. Er ist der Mann der Aktion! Wo bleibt seine Familie? Bildet er mit seiner Familie eine Einheit, eine Front, ist sie die Missionarsfamilie oder nur die Familie des Missionars? Dazwischen liegen Welten und die eine oder andere Wahrnehmung beeinflusst die Effizienz unserer Missionare erheblich. Mit diesem Fokus möchten wir unsere Missionarsfamilien ins Blickfeld rücken. Zurzeit sind es 19 Ehepaare mit 35 Kindern und vier single Missionare. Einige von ihnen berichten stellvertretend für alle anderen aus ihrem „Missionsfamilienleben“. Manches ist intensiver als bei uns, manches viel unwichtiger, als wir meinen. Auch der Hintergrundartikel will aufzeigen, mit welchen Schwierigkeiten Missionarsfamilien konfrontiert werden und welche Konsequenzen dies für eine fruchtbare Missionsarbeit und die Harmonie der Familie selbst hat. Nicht zuletzt wollen wir uns neu motivieren lassen, für unsere Familien mit ihren Kindern inständig, andauernd und ernstlich zu beten. Auf Ermutigung, Zuversicht und Bewahrung können sie nicht verzichten. Es war der über


Zum anderen sorgte die Einheit des Hauses Josuas für einen zusätzlichen Antrieb, ebenfalls seinem guten Beispiel zu folgen. Nicht zuletzt steht am Ende Josuas Lebenszeit noch das Bekenntnis aus dem 24. Kapitel Vers 31: „Und Israel diente dem Herrn, solange Josua lebte“. Was aber noch bemerkenswert war, ist die große Sicherheit Josuas. Er spricht für sein Haus und gewährleistet, ohne interne Absprache in der Familienrunde, totale Treue im Dienst für den Herrn. Was mag da „hausintern“ alles vor Gott bewegt worden sein, wir können es nur erahnen. Die Familie des Missionars steht genauso in der Berufung, wie er selbst. Es ist nicht allein sein missionarischer Dienst irgendwo im afrikanischen Busch, der Lehrdienst in einer Bibelschule, die Sprachforschung, die Bibelübersetzung, die medizinische Versorgung oder die Handreichung vieler verschiedener Gaben, sondern die Wahrnehmung und Erfahrung seiner ganzen Familie, die ihm Kraft, Glaubwürdigkeit und Autorität verleiht. Die Proklamation: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“, darf nicht nur als schön eingerahmter Spruch an prominenter Stelle im Haus hängen, sondern muss tagtäglich ausgelebt werden. Wir sind dankbar für unsere Missionarsfamilien, aber auch für

einhundert Jahre alte Josua, der lange zurück im AT vor allen versammelten Stämmen Israels mutig proklamierte: „Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen“. Was in diesen wenigen Worten mitschwingt, war für ihn, die Nation Israel und seine Familie in zweifacher Weise von großer Tragweite. Zum einen untermauerte die sichtbare und treue Gefolgschaft seiner Familie seine Glaubwürdigkeit und Autorität.

unsere Single-Missionare die wir genauso schätzen. Möge der Herr sie alle reichlich in ihrem Dienst segnen!

 

Euer
Siegfried Bongartz

Missionsdirektor
der Velberter Mission

 
 
   
 
     

 

 

 

 

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