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Fokus Mission 4/2010:

„. ..UND LEHRET SIE HALTEN ALLES, WAS ICH EUCH BEFOHLEN HABE“

 

Diese Worte kommen uns bekannt vor. Sie wurden von Jesus selbst gesagt. Im Missionsbefehl nach Matthäus 28,20 sind sie zu lesen. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass sich hier eine gewaltige Aufgabe und Verantwortung auftut. Jede gute Firma investiert in die Förderung und Ausbildung ihres Nachwuchses. Über Jahre werden hohe Summen dafür ausgegeben. Ein gutes Missionswerk investiert ebenfalls erheblich in die Förderung und Ausbildung von zukünftigen Pastoren und Leitern. Es geht um Nachhaltigkeit und Multiplikation. Paulus sagt Timotheus ausdrücklich: „Und was du von mir gehört hast durch viele Zeugen, das befiehl treuen Menschen an, die tüchtig sind, auch andere zu lehren“, 2. Tim. 2,2.

Deshalb berichten wir in dieser Ausgabe vornehmlich von unseren Bibelschulen und Ausbildungsprojekten zum geistlichen Dienst. Eine fundamentale Aufgabe, die im Zentrum des Missionsbefehls steht, darf nicht unpräsentiert bleiben und muss ganz neu umworben werden. Die Velberter Mission investiert und engagiert sich mit ihren Missionaren gerade auf diesem Gebiet. In Malawi und Peru werden Bibelschulen unterhalten und geführt. Auch in Mosambik helfen wir in der Bibelschularbeit mit. Wenn man genauer hinschaut, sind alle Missionare dabei, mit viel Einsatz Mitarbeiter zu fördern. Ein Heer von Pastoren und Evangelisten ist inzwischen unterwegs, jedoch der Bedarf an guten Leitern ist nach wie vor groß.

Erst kürzlich las ich von Paul Donders eine interessante Geschichte. Es gab einmal einen durchschnittlich begabten jungen Mann, der eine Ausbildung in einer Bibelschule absolvierte. Jeden Nachmittag ging er in die benachbarten Moorlandschaften und predigte den Vögeln, Bäumen, Eidechsen und Fröschen. Eines Tages ging der Direktor der Bibelschule dort spazieren und hörte diesen jungen Mann laut reden. Nachdem er ihm eine Weile zugehört hatte, bot er ihm an, mit ihm auf eine Vortragsreise zu gehen.

Der junge Mann war natürlich hellauf begeistert. Nach dieser ersten Vortragsreise durfte er mit auf eine zweite und dritte und vierte. Jedes Mal gab der Direktor ihm Schritt für Schritt mehr Möglichkeiten, das zu tun, was er wirklich gut konnte: Alles zu sagen, was ihm unter den Nägeln brannte. Dieser junge Mann ist heute ein Predigtveteran. Sein Name ist Billy Graham. Wer kennt den Namen des Bibelschuldirektors? Ich glaube, eher niemand. Ist auch nicht so wichtig, dennoch ohne ihn wäre aus Billy Graham wohl nicht der Evangelist geworden, der er später einmal war.

„Und lehret sie halten“, wie Jesus es gemeint hat, geht nicht nur von der Tafel aus, nicht von Rednerpulten noch aus den Hörsälen der Universitäten, sondern auch aus der Begleitung durch praktisches Beispiel und Vorbild. Ein guter Lehrer lebt vor, was er lehrt, wie Jesus Christus es tat. Wie gut, dass der unbekannte Bibelschuldirektor seinen Schüler an seine Seite nahm.

Der Lehrling an der Seite seines Meisters ist heute noch das Konzept, was die besten Früchte trägt, wie schon zu Jesu Zeiten. Ausbildung in diesem Sinne hat weiterhin höchste Priorität in der Missionsarbeit.

 

Euer
Siegfried Bongartz

Missionsdirektor
der Velberter Mission

 

 
   

 

 

 
 
   
 
     

 

 

 

 

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