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Einfach blind Samen ausstreuen und dann auf eine
reiche Ernte warten, wäre sehr naiv. Wenn der
„dümmste“ Bauer die „dickste“ Kartoffel erntet, dann
war das sicher nur ein Zufall. Jesus spricht von einem
Sämann (Fachmann), der guten Samen (Qualität) säte und
doch, wie wir wissen, ging nicht aller Same gleich gut auf.
Der Grund für die unterschiedlichsten Ernteerträge waren
die verschiedenen Rahmenbedingungen. Heute wissen wir,
dass gute Witterung und guter Boden, sowie sachkundiger
Umgang mit der Saat von größter Bedeutung sind. Dr.
Isaak Burger, Vorsitzender der Apostolic Faith Mission in
Südafrika, beschreibt im Hintergrundartikel (Fokus Mission 05/2008), wie wesentlich
es ist, in der Mission darauf zu achten, die richtigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte zu erkennen und zu
nutzen. Seine Darlegungen über das Prinzip der Jahreszeiten
machen uns sensitiv, die Zeichen der Zeit besser einzuschätzen. Auf seine direkten Fragen am Ende des Artikels möchte
ich jeden Leser ganz besonders hinweisen.
Ist die Saat auf guten Boden gefallen? Das ist die Frage,
die man sich stellt, wenn die Frucht auf sich warten lässt.
In Indien und Mosambik sind es viele Kinder, die für eine
lange Zeit umsorgt und geschult werden. Sie sind nicht in
wenigen Tagen gute Familienväter und -mütter. In Malawi,
Peru und China werden viele junge Leute für den geistlichen
Dienst ausgebildet. Sie sind nicht schon morgen Prediger
und Evangelisten. Geduld, Hoffnung, Gebet und viele Opfer
sind gefragt, wie es in den Berichten von Hildegard Timm
und Ruth Halstenberg so trefflich zum Ausdruck kommt.
Ein kurzer Auszug
aus dem Bericht von
Marie Berger schildert
ganz dramatisch von
dieser zeitweise bohrenden Frage: „Habe
ich es auch geschafft,
immer intensivere Gespräche zu führen? Ich
liege Gott damit ständig
in den Ohren, dass Er
doch endlich die Türen und Herzen öffnet. Nicht selten fühle ich mich entmutigt
und dem Aufgeben nahe. Ich frage mich zum unzähligsten
Male: Wie wird es weitergehen? Was hat Gott vor? Grenzen
– überall wohin ich mich wende. Doch dann ist Er auf
einmal da, Gott, und er fängt an, zu mir zu reden. Davon,
dass Er in Lan Chao, Shi Jie, Yan Dao* und den anderen die nächste Generation
geistlicher Leiter sieht, erzählt Er
mir. Davon, wie Er sie auserwählt hat,
in diesem Land Berge zu versetzen und
Großes zu bewirken.
Seine Träume für
meine Freunde übersteigen meine kühnsten
Erwartungen. Er hat ja Recht. Es hat
sich ja schon Einiges getan. Winzige
Schritte sind es nur, doch sie sind
kleine Samenkörner, die ausgestreut
wurden. Samenkörner, die aufgehen werden
– zu Seiner Zeit.
Katrin Loescher nimmt uns mit in eine Evangelisation
unter den Zulus in Südafrika, weit abgelegen vom Touristenstrom. Guter Same wird dort unter schwierigen Bedingungen
ausgestreut.
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Haben wir uns schon Gedanken gemacht, woher der
Same kommt? Richtig, aus der voran gegangenen Ernte.
Und der Same für die letzte Ernte kam aus der davor. Irgendwann stoßen wir auf unseren Schöpfer, der die Saat
und das Wachstum schenkt. Deswegen schreibt auch Paulus
im 2. Kor. 9, 10: t„Gott
aber, der dem Sämann Saat und Brot schenkt, wird
auch euch
Saatgut geben. Er wird
es wachsen lassen und dafür sorgen, dass
eure Opferbereitschaft Früchte trägt.“ Saat und Ernte gehören zusammen. Wer nicht abgibt, aufgibt, oder sich verliert, wird nichts gewinnen noch
ernten. „Wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten und
wer segensreich sät, wird segensreich ernten“, so schreibt es
Paulus im gleichen Kapitel.
Die Zusage, dass unser ausgestreuter Same aufgeht, er
Brot und Speise gibt, sollte uns anhalten, immer mehr säen
zu wollen. Inzwischen sind die Menschen, die das Wort
Gottes, die frohe Botschaft von Jesus Christus gehört und
aufgenommen haben, nicht mehr zu zählen, geschweige der
Same, der wiederum von ihnen ausgestreut wird.
Danke auch euch für das „Saatgut“, das ihr unseren Missionaren mitgebt, danke für die vielfältige Unterstützung.
Die Saat geht auf!
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Euer
Siegfried Bongartz
Missionsdirektor
der Velberter Mission |
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