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Wenn Gott arbeitet

 
 


"Wenn der Mensch arbeitet, dann arbeitet der Mensch, wenn der Mensch betet, dann arbeitet Gott.“

Diesen markanten Ausspruch hat einmal Hans von Staden, der Mitinitiator des Buches „Gebet für die Welt“ gesagt. Das heißt allerdings nicht, dass Gebet nicht auch Arbeit ist. Zeit, Energie, Konzentration und Disziplin sind gefordert.

  • Wir erinnern uns an die Worte Jesu, der uns er- mahnt, zu wachen und nicht müde zu werden. Im Gleichnis von der armen Witwe und dem ungerechten Richter wird uns deutlich gesagt, nicht abzulassen vom Gebet.
  • Wir denken an die Worte von Paulus an die Kolosser: „Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen, und vergesst dabei nicht, Gott zu danken. Betet auch für uns, damit Gott uns eine Möglichkeit gibt, die Botschaft von Christus zu verkündigen, für die ich hier im Gefängnis sitze. Und betet, dass ich frei und offen von dem reden kann, was mir aufgetragen wurde.“

In der Apostelgeschichte war es das Gebet, das dem Evangelium die Türen öffnete, die ersten Christen zu Überwindern machte und Gottes Arm bewegte. Sollten wir nicht die Apostelgeschichte weiter schreiben? Ja, bestimmt, aber dann ist auch unser anhaltendes Gebet gefragt. Nichts ist dringender und wichtiger für einen Durchbruch in der Weltmission! Es ist nicht unser Geld, unsere Bildung, unser Einfluss, unser Vorsprung, der dem Evangelium zum Sieg verhilft. Nein, es sind unsere Gebete und dadurch Gottes gnädiges Handeln.

Lieber Leser, es ist wahr, Gebet verändert nicht nur Menschen, Situationen und sogar den Verlauf der Geschichte, sondern auch den, der betet. Und darüber hinaus will Gott uns durch das Gebet unseren eigenen Horizont erweitern und die Augen öffnen für Möglichkeiten, wo wir uns ganz praktisch einsetzen können. Die Liste der Gefahren und Widerstände für unsere Missionare ist endlos. Korrupte Behörden machen die Arbeit schwer, fanatisch religiöse Menschen greifen zur Gewalt und Verbrecher scheuen nicht, zu schießen. Deshalb, bleiben wir beständig im Gebet, für unsere Missionare und für die noch vielen unerreichten Menschen – und Gott arbeitet!

  • Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom: „Ich ermahne euch aber, mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu Gott.“

Wir müssen immer wieder ermutigt und ermahnt werden, die wichtigste Aufgabe nicht zu vernachlässigen. Zu schnell lassen wir uns von unseren „eigenen Fähigkeiten“ ablenken. Ganz bezeichnende Worte hat Patrick Johnstone in seinem Buch, „Gebet für die Welt“ wieder gegeben: „Wie viele irdische Tagesordnungspunkte und wie schnell sich die himmlische Agenda verwirklicht, hängt von einer Tätigkeit ab – dem Gebet – im Namen Jesu, zu einem liebenden, souveränen Vater“.


Siegfried Bongartz,
Missionsdirektor
der Velberter Mission

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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