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„Das schaffe ich nie!“
Dieser Gedanke beschlich mich
mitunter bei besonders herausfordernden Predigten
oder Artikeln. Tatsächlich mutet uns unser Herr viel
zu. So braucht es schon eine Menge Mut, um zu Dienen
– und das in großer Demut. Zweifelsohne kann Dienen
sehr schön sein, aber es ist in aller Regel auch anstrengend
und kostet einen Preis. Er mag Kräfte verzehren und Opfer
fordern. Wir können Verletzungen und Enttäuschungen
davontragen. Vielleicht wird mancher Dienst nicht einmal
wahrgenommen und schon gar nicht belohnt.
Das Dienen kann sogar dazu missbraucht werden, sich
selbst gut darzustellen, was in krassem Gegensatz zu einer
demütigen Haltung stünde. Unser Thema ist also auch eine
Frage nach unserer Motivation, nach unserer Herzenshaltung. Dienen und Demut gehören zusammen.
Mit menschlichen Möglichkeiten müssen wir da jämmerlich scheitern.
Die menschliche Natur möchte lieber König
sein, nicht Sklave, sie möchte herrschen, nicht dienen.
Wie gut, dass uns der Heilige Geist da zu Hilfe kommt. Er
schickt uns in die Lebensschule der Demut, aber er gibt
auch die nötige Ausrüstung und Kraft. Mit Ihm können wir den alten Menschen überwinden, ihn „ausziehen“ und
den neuen Menschen „anziehen“. Ohne Gott wären wir
hoffnungslos überfordert. Aber mit Gott können wir eine
Menge ausrichten!
Die Berichte dieser Ausgabe geben auch Beispiele von
der Lebensschule Gottes auf dem Weg zum demütigen
Dienst. Der Weg ist nicht immer leicht und es zeigt sich,
dass Demut wahrlich nichts mit Schwäche oder Weichheit
zu tun hat. Demütig dienende Menschen sind wahre, starke
Persönlichkeiten!
Vielleicht muss noch gesagt werden, dass Dienst nicht
mit Aktivismus zu verwechseln ist. Demütiger Dienst weiß
um eigene Grenzen und Gottes Möglichkeiten. Es ist gerade
das Sich-vor-Gott-beugen, das uns lehrt, wie unsere Zeit und unsere Kräfte
richtig einzuteilen und einzusetzen
sind. Es mag auch durchaus möglich sein,
dass beispielsweise die Familie einmal
deutlich hintenan stehen muss, selbst
wenn ihr höchste Priorität zusteht.
Gerade im Missionsdienst ist dies oft
der Fall.
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Grundsätzlich gilt: Wir haben
zu dienen, nicht zu herrschen. Das ist
mehr als ein Fulltime-Job, das ist
unsere Berufung, eine Lebenshaltung –
was gerade im
Hintergrundartikel
deutlich wird. Sie ist unabhängig von
Zeit und Stunde, von Umständen und
Stimmungen. Dies gelingt nur, wenn wir
uns vor Gottes Autorität beugen, uns auf
Seine Ziele ausrichten und von Ihm
zurüsten lassen. Dann aber wird der
Dienst Frucht hervorbringen – davon
zeugt die Kirchen- und
Missionsgeschichte. Davon dürfen wir
auch in Fokus Mission immer wieder
berichten, zur Ehre unseres Gottes!
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Wolfgang Petersen
Verwaltungsleiter der Velberter Mission
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