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Mittendrin & drumherum

In der aktuellen Ausgabe von FOKUS MISSION berichten unsere Missionare zum einen aus ihrer Arbeit; zum anderen versuchen sie, unsere Leser mit hinein zu nehmen in ihre Herausforderungen vor Ort. Lasst mich zwei Beispiele aus dem täglichen Leben nennen, um dies zu verdeutlichen: An der Kreuzung beobachte ich einen Autounfall, sehe, wie die Polizei kommt, den Unfall aufnimmt; Personalien der Unfallbeteiligten werden notiert, der Abschleppwagen schleppt das nicht mehr fahrbare Auto ab. – Ganz anders sähe es aus, wenn ich selbst Beteiligter des Unfalls wäre. Ich müsste mich um die Reparatur meines Fahrzeuges kümmern, Telefonate mit der Versicherung führen, ggf. ein Verwarnungsgeld für die Unachtsamkeit bezahlen – im schlimmsten Fall für einige Zeit auf den Führerschein verzichten.

Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob ich höre, dass jemand aus meinem Bekanntenkreis erkrankt ist oder mir der Arzt persönlich klar und deutlich mitteilt, dass ich an einer vielleicht sogar tödlichen Krankheit erkrankt bin.
Mittendrin sein, Teil des Geschehens sein – und nicht nur kluge Kommentare abgeben, das ist das, was wir heute wieder brauchen.


 

Mittendrin zu sein, das geht ganz einfach: Über unser Büro kann man direkt mit einzelnen Missionaren Kontakt auf-nehmen. Es gibt neben unserer Zeitschrift noch Rundbriefe der Missionare.

Bei den Heimataufenthalten sind Missionare „zum Greifen" nahe, auf Missionsfesten, Vorträgen und Missionsgottes-diensten kann man sie „live" erleben.

Vielleicht ist es sogar einmal möglich, ein Missionsgebiet zu besuchen oder an einer Missionsrundreise teilzunehmen.

Gebet für die Missionare, für die Missionsleitung und alle Mitarbeiter ist uns ganz wichtig.

Mittendrin sein macht erfinderisch. Liebe zu Personen und Mission beflügelt und macht kreativ!

Wir brauchen Politiker, die mitten drin sind im Volk, die wissen, was Menschen bedrückt und dann so handeln, dass Hilfe und Veränderung beim kleinen Mann ankommt.

Wir brauchen Hirten und Menschen, die mittendrin im Geschehen des Alltags stehen.
Menschen, die mit anderen weinen, die mit anpacken, die Ärmel hochkrempeln und helfen; die bei auftretender Not einfach ein Gebet zum Himmel senden, die Trost spenden, den anderen in den Arm nehmen. Wir brauchen Menschen, die nicht nur den Kopf schütteln über die Schwierigkeiten, die sich immer wieder auftun.

Wir brauchen Menschen, die mitzittern, mitweinen und -schreien, wenn Missionare verfolgt werden, ins Gefängnis kommen oder sogar ihr Leben verlieren. Es ist unser Gebet und Wunsch, dass unsere Missionsfreunde gleichzeitig Partner der Mission sind, bleiben und werden. Es braucht Menschen, die mit den Missionaren und deren Familien mitfühlen, mitleiden und sich mitfreuen. Die am Alltag mit aller Routine, den Misserfolgen, den Gebetserhörungen, den Veränderungen und dem Vorankommen teilnehmen.

Im ersten Johannesbrief berichtet Johannes davon, dass sie als Jünger mittendrin waren. Sie haben gehört, sie haben gesehen und haben sogar berührt (den auferstanden Körper des Herrn Jesus). Jünger sind mittendrin.

Ich wünsche unseren Partnern und Freunden der Mission Gottes Segen. Gemeinsam für die Mission und damit für unseren Herrn Jesus schauen wir hoffnungsvoll in die Zukunft und sind bei Mission dabei und hoffentlich mittendrin.
 


Helmut Dengel,

Stellvertetender
Missionsdirektor

 

 
   

 

 

 
 
   
 
     

 

 

 

 

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