Velberter Mission e.V. - Gottes Auftrag - Mission - uns anvertraut Velberter Mission e.V.

 

 

Flexibel bleiben

Am Morgen säe deinen Samen
und am Abend lass deine Hand nicht ruhen!
Denn du weißt nicht, was gedeihen wird:
ob dieses oder jenes oder ob beides
zugleich gut werden wird.
Prediger 11,6

Liebe Leserin, lieber Leser!

 
 


Aufgrund des Wortes Jesu, der zu seinen Jüngern in Johannes 21,6 gesagt hatte: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus ...“, wurde ich als Pastor tätig.

Ich stellte mir das Gemeindehaus als ein Boot vor, und wenn ich aus der Haustür kam, lag zu meiner Rechten ein großes Wohngebiet. Wir starteten eine Kampagne, die über ein Jahr die Nachbarn rechts von uns auf die Gemeinde aufmerksam machen sollte.

Monatlich, immer zur gleichen Zeit, mit dem gleichen Logo und den gleichen Farben fanden sie einen modernen Brief mit den aktuellsten Aktionen der Gemeinde in ihren Briefkästen. Bis auf ein Ehepaar, das mal reingeschaut hat, war es, menschlich gesehen, kein Erfolg, jedoch mit extrem viel Arbeit und Kosten verbunden. Später begannen wir mit dem Alpha-Kurs, der wurde ein „Selbstgänger“ und brachte viel Frucht für Jesus und seine Gemeinde.


braucht zwei bis drei Jahre, vielleicht auch länger, für einen Missionar, um die Menschen, Denk- und Arbeitsweisen, Sitten, Moral, Klima, ungeschriebenen Gesetze und vieles mehr zu verstehen und nicht mehr als fremd zu empfinden.

Mission ist keine Eintagsfliege

Das zeigt schon, dass Mission keine „Eintagsfliege“ sein kann, wenn sie bleibende Frucht hervor bringen will. Unsere Missionare säen in großer Treue den Samen des Wortes Gottes aus, morgens und abends, nicht wissend, was aufgeht. Wie gerne hören wir als Beter und Spender große Erfolgsmeldungen, doch Gott ist mehr an der Treue seiner Dienerinnen und Diener interessiert; sie bringen Frucht in Geduld (Lukas 8,15). Und doch sehen wir in jeder Missionsausgabe, was gewachsen ist. Bibelteile werden übersetzt – ein

Einige Jahre später versuchte ich es mit dem Alpha-Kurs in einer anderen Gemeinde, in der Überzeugung, das wird auch hier ein „Selbstgänger“. Nach zwei Kursen mit viel Arbeit und wenig Erfolg mussten wir ihn „begraben“.

Zurzeit arbeiten wir mit Brunch-Gottesdiensten, und der Zuspruch ist enorm, doch von bleibender Frucht kann ich noch nicht sprechen. Manch einer von meinen Leserinnen und Lesern mag jetzt ganz mitleidig über mich lächeln und mir Bücher, Videos, CDs, DVDs, Kassetten, Seminare, Konferenzen, Kongresse ... empfehlen, die erfolgreichen Gemeindebau vermitteln.

Gewiss gibt es da viel Gutes, doch schlussendlich muss jeder selbst vor Ort herausfinden, was zu tun ist und wie es gehen soll. Das Eingangswort fordert uns auf, flexibel zu arbeiten, um zu einer guten Ernte zu kommen. Wenn schon bei uns in Deutschland eine Flexibilität gefordert wird, um sich der örtlichen Situation anzupassen, wie viel mehr werden da unsere Missionare herausgefordert. Es

Volk bekommt Gottes Wort in der eigenen Sprache. In Bibelschulen wird Gottes Wort gelehrt, damit dieses Wort das Volk und den Stamm erreicht. Kinder bekommen ein Zuhause und Kranke werden von der Liebe Gottes durch unsere Missionare berührt. Schulen werden ins Leben gerufen und Gemeinde Jesu gebaut, manchmal unter Lebensgefahr. Man wird unwillkürlich an das Wort aus Lukas 4,18 erinnert. An uns in der Heimat liegt es, zu beten, zu opfern und unsere Missionare persönlich zu ermutigen, damit sie ihrer Situation angepasst arbeiten können – „ob dieses oder jenes oder ob beides zugleich gut werden wird.“

Bernd Ewert

 

Bernd Ewert,
Pastor der FCG Leer und Mitglied der Velberter Mission e.V.,
Missionsvertreter
der Region Weser-Ems

 
 
   
 
     

 

 

 

 

 

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