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       JuMi – Jugend und
       Mission – passt
       das zusammen?


       Beschäftigen sich junge
       Leute eigentlich mit dem
       Thema Mission?

 

 

Euer Schicksal
ist den Menschen in Deutschland nicht egal


Wiederaufbau einer Schule nach dem Tsunami

Kinder finden ihre eigene Geschichte
in den Comics wieder
 
 
 

Sumatra, eine der großen Inseln Indonesiens, hat die meisten unerreichten Volksgruppen. Besonders Aceh, ganz im Norden ist ein islamisches und sehr verschlossenes Gebiet. Wir alle wissen, dass gerade dort der Tsunami am mächtigsten gewütet hat. Dadurch wurden die Türen zur Außenwelt geöffnet. Durch die Hilfseinsätze konnte die Liebe Gottes weitergegeben werden. Bitte betet, dass der ausgestreute Same aufgeht und viel Frucht entsteht.

Dieser Bericht soll euch zeigen, was wir mit den Spendengeldern aus Deutschland alles machen konnten. Ihr sollt euch auch daran erfreuen, was euer Betrag alles Gutes in Aceh, Nordsumatra ausrichten konnte.

Wenn ihr auf die Karte von Sumatra schaut und dann mit dem Finger die Westküste von Aceh abfahrt, könnt ihr vielleicht die Städte Meulaboh und Calang erkennen. Genau zwischen diesen beiden Städten liegt die Kleinstadt Teunom. Man müsste eigentlich sagen: lag die Kleinstadt Teunom, denn von den Häusern ist nicht mehr viel übrig geblieben, nachdem die Monsterwellen die Stadt überrollt und alles zermalmt haben. Viele hundert Schüler und Schülerinnen kamen in der Schlammlawine ums Leben.

Mit zwei LKWs und zwei Allrad-Kleinlastern machten wir uns am 16.07.05 auf den Weg, um den Lehrern und Schülern der Stadt Teunom zu helfen. Schon auf halber Strecke blieben wir aber inmitten einer überfluteten Straße stecken. Wir waren gezwungen, auf freier Flur zu übernachten. Wir brauchten für die Strecke von 200 km geschlagene 36 Stunden! Sobald wir am nächsten Tag in Teunom angekommen waren, fingen wir zusammen mit einer amerikanischen Partnerorganisation mit dem Bau eines Schulgebäudes an. Habt ihr schon einmal ein Haus gebaut? Gerne würde ich euch zeigen, wie wir das in Aceh gemacht haben. Eigentlich ganz einfach, so nach dem Fischer-Technik Prinzip. Die fertigen Teile ließen wir aus den USA kommen und wir mussten nur noch alles zusammenschrauben.

Ich hatte auch zwei Psychologinnen mitgebracht, um die Lehrer von Teunom und Umgebung darin zu schulen, wie man Kindern helfen kann, die so etwas Schlimmes wie den Tsunami erlebt hatten. Viele Kinder haben ja gesehen, wie ihre Eltern oder Geschwister ums Leben gekommen sind. Es war uns ein großes Anliegen, den Menschen in Aceh nicht nur Essen, Kleider und Häuser zu geben, sondern auch Hilfe für ihre Seelen.

Wir gaben den Lehrern auch ein Hilfsmittel in die Hand, wie sie mit ihren Schülern über das Erlebte reden können. Ein Comic Heft, extra für „Tsunami- Kinder“ produziert, erzählt die Geschichte von zwei Geschwistern, welche sich vor der Welle in Sicherheit bringen können und sich später auf die Suche nach ihren Eltern machen. Das Ende ist offen, denn jeder Leser ist gefragt, die Geschichte nach eigenen Vorstellungen zu beenden. Die Resonanz war überwältigend. Die Lehrer weinten beim Lesen der Geschichte. „Uns muss auch geholfen werden, sonst können wir den Kindern nicht helfen!“ sagten sie. Sie hatten viele Fragen und nahmen alle Hilfe begierig auf.

Zum Abschluss des Seminars überreichten wir jedem Lehrer und jeder Lehrerin eine schöne Tasche und Stoff für eine Lehreruniform. Wir hatten im März schon mit VM Spendengeldern 20 Nähmaschinen an lokale Schneider verteilen können. Somit bekamen die Schneider jetzt Aufträge, Uniformen zu nähen.

In diesen zwei Tagen konnten wir 180 Lehrern und Lehrerinnen Anleitung geben, wie man traumatisierten Menschen hilft, ihnen zuhört und Verständnis zeigt. Auch besuchten wir 15 Schulen und verteilten über 3000 Comic Hefte. Den Waisenkindern gaben wir Schulranzen, Bücher und eine Schuluniform.

Noch müssen die meisten Schüler in Aceh in Zelten „büffeln“ und sind damit auch dem Regen und dem Hochwasser ausgesetzt. Es fehlen noch viele Schulgebäude. Manchmal mag die Not uns überwältigen, aber ich hoffe, dass mein Bericht zeigen konnte, dass Spendengelder ankommen und viel Gutes bewirken können.

Unsere Spende mag klein erscheinen gegenüber der großen Not. Aber auch wenn das letzte Brot gegessen ist, dass von Spendengeldern gekauft wurde, ein Satz wird den Menschen in Erinnerung bleiben: „Euer Schicksal ist den Menschen in Deutschland nicht egal. Sie leiden mit euch mit und denken an euch!“

Diesen Satz hätte ich nicht sagen können, hätte keiner gespendet...

Rick Leiner

 

 

 

 

 

 

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