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Plan? Los!
Von den unterschiedlichsten Berufungen haben wir
in dieser Ausgabe berichtet; ob nach Frankreich,
Ghana, oder China. – Jeder Weg beginnt mit einem
ersten Schritt. Aber woher weiß ich, welcher Weg für
mich dran ist? Wie fi nde ich heraus, wo Gott mich
haben will? Martin Auch, Missionsdirektor der
Liebenzeller Mission ist in der
Zeitschrift Idea Spektrum
auf diese Fragen näher
eingegangen:
Herr, du hast einen Plan für mein Leben; lass mich ihn erkennen!
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Jesus
kennt dich, er
weiß, wer du bist, er
hat dich gemacht. Er weiß
auch, was und wer deine Persönlichkeit
und deinen Glauben geprägt hat. Nun
geht es darum zu hören, wozu er dich gemacht
hat, wo er dich haben will. Diesen Auftrag bekamen wir
nicht schriftlich bei der Geburt oder Bekehrung mitgeteilt,
aber wir können ihn mit Gottes Hilfe herausfinden. Es wird
sicherlich kein Zettel vom Himmel fallen, wo draufsteht:
„Werde Missionar“, aber Gott sagt uns, ob es sein Wille ist,
dass wir diesen Weg gehen. Zunächst sollten wir uns selber
hinterfragen. Hierfür gibt es vier wichtige Begriffe: Bekehrt, Begabt,
Bewährt, Berufen:
Die ersten drei
Begriffe sind der Unterbau für jeden Dienst in der Mission.
Ohne diese Vorraussetzung ist die Gefahr zu groß, dass
du scheiterst, frustriert zurückkehrst und den Menschen
keine wirkliche Hilfe bist.
Ohne den Unterbau der ersten drei Bereiche rate ich
ab, in die Mission zu gehen.
Diese Fragen musst du
Dir stellen …
Anhand des folgenden Fragenkatalogs kannst du prüfen, ob
deine Berufung die Mission im Ausland ist:
Fundiert: Lebe mit Jesus und seinem Wort. Das ist der
Maßstab für Christen.
Betend: Sei im regelmäßigen Gespräch mit Jesus über deine
Pläne und Wünsche. Bitte ihn, seinen Willen gerne zu tun.
Aktiv: Arbeite in deiner Gemeinde mit und sei offen für
Ratschläge anderer. Gib großzügig von deinem Reichtum und
Gaben für Gottes Sache.
Objektiv: Beziehe Verantwortliche
deiner Gemeinde
mit ein in deine
Überlegungen. Höre ihren Rat.
Realistisch: Prüfe deine Gaben. Wichtige Fragen: Kannst
du gut und unkompliziert mit Menschen umgehen? Bist
du ein guter Kommunikator? Bist du bereit, auf Vertrautes
zu verzichten?
Konkret: Informiere dich über Weltmission und Ausbildung,
nimm mit einer Missions-gesellschaft Kontakt
auf. Ich glaube, wir Deutschen sind elende Zauderer.
Und das liegt nicht an Gott, sondern an unserer Kultur,
die alles absichert, versichert, vorsorgt – und das ganz
individuell. Wir sind weltweit für unsere Sicherheit und
Qualitätskontrolle berühmt. Aber im Glauben kommt
diese kulturell geprägte Sicherheit an eine Grenze. Der
Glaube an Jesus wagt Schritte, auch wenn die uns so
vertraute Sicherheit fehlt. Dann wird immer Spannung
da sein zwischen dem nüchternen Abwägen und Prüfen
und dem Glaubensschritt, der immer ein Wagnis bleiben
wird.
Martin Auch
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Denn allein die
Bekehrung macht keinen
Missionar:
Bekehrung heißt, dass du dich zu Jesus
gewandt hast, dass du seiner Einladung gefolgt
bist und willst, dass er ganz zu dir gehört und du
ganz zu ihm.
Allein die Begabung macht auch keinen
Missionar:
Kannst du gut und unkompliziert mit
Menschen umgehen? Bist du bereit, auf Vertrautes
zu verzichten? Sprachbegabung würde ich nicht
zuvorderst ansetzen. Es gibt Länder mit einfachen
Sprachen und mit schweren. Eine Sprache kann
man lernen. Scheu, über den Glauben frei zu reden, disqualifiziert nicht. Viel wichtiger ist, dass du die
Leute lieb hast und mit ihnen umgehen kannst. Du
musst immer daran denken: Gott kann zusätzliche
Gaben schenken für die Aufgabe, die er für dich
hat. Er ist der Schöpfer, er hat Ressourcen – er
gibt gerne nach seinem Willen!
Allein die Bewährung in irgendeiner
Aufgabe macht auch keinen Missionar:
Die Bewährung in deiner Gemeinde, im Alltag oder in der
Familie zeigt, ob du mit diesen Gaben umgehen kannst,
ob du teamfähig bist oder dir das nur einbildest. Ob du
verlässlich bist mit deiner Verantwortung oder nur Hans
Dampf in allen Gassen. Ob du die Geduld hast, etwas
durchzuziehen – auch wenn es nicht sofort sichtbar ist. Du
brauchst letztendlich alle vier Komponenten: Bekehrung,
Bewährung, Begabung, Berufung.
Aber was ist mit der
Berufung?
Du willst Gottes
Willen tun, weißt aber nicht recht, was dran ist. Du suchst
Gewissheit. Schließlich berichten manche Missionare ja
von einer ganz speziellen, dramatischen Berufung.
Wenn unser Leben Jesus Christus gehört (Römer 12,1-2) und unser ganzes Leben
ein Gottesdienst ist, dann ist es
nur noch eine Sache der
Platzanweisung, wo du zu dienen
hast. Petrus sagt, dass
wir Christen eine Nation von
berufenen Priestern sind und als Priester für Gott in dieser Welt tätig sind.
Er unterscheidet nicht zwischen Hauptamtlichen
und Ehrenamtlichen. Wo du bist, da bist du
von Gott berufen, für ihn und seine Botschaft zu leben! | |