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Sie
haben Hanna-Joy und
Joas-Benjamin Fernschulunterricht
gegeben und in
einem Handarbeitsprojekt für Frauen mitgeholfen. Mit
diesem Bericht von Almut und den Fotos von Mirijana
bekommen wir einen kleinen Einblick, was es bedeutet,
für eine gewisse Zeit mit einer Familie in einer anderen
Kultur zu leben.
Nichts wie weg!
Endlich mal was Neues sehen, und
wirklich was erleben!
Das wünschen sich doch viele Schüler, die dem Ende
ihrer Schulzeit entgegensehen. Doch es gehört noch etwas
mehr dazu, um ein Short-Termer zu werden: Der Wunsch,
Gott zu begegnen, sich in seine Hände zu begeben und
ihm etwas von der eigenen wertvollen Zeit anzuvertrauen,
um anderen Menschen
dienen zu können.
Für den, der das wirklich
will, gibt es sehr
viele Möglichkeiten. Eine
davon ist die Arbeit als Lernhelfer(in). Das bedeutet,
man unterrichtet die Kinder von Missionaren. Dazu muss man im Voraus
keine besonderen Tests bestehen, denn man bekommt
alles nötige Wissen in fetten Ordnern vorgelegt.
Keine Tests!?

Naja, das ist nur die halbe Wahrheit, denn
es gibt unwahrscheinlich viele Herausforderungen, denen
man sich stellen muss, denn diese Missionare leben in
einer anderen Kultur, unter Menschen, die anders denken
und handeln, als wir es gewohnt sind. Auf einmal sieht
und fühlt man, was ein Missionar sieht und fühlt – und
das ist nicht immer angenehm. Klar, man weiß, es ist nur
für eine begrenzte Zeit, aber das hilft einem manchmal
auch nicht weiter.
Ja, und dann ist nicht nur die andere Kultur gewöhnungsbedürftig,
sondern auch die Missionarsfamilie selbst.
Man lebt mit ihnen auf engem Raum, und teilt fast alles
miteinander. Das kann wunderschön sein, aber auch eher
anstrengend und nervig werden.
Wenn du dich kennen lernst:

Bevor
ich nach Kenia ging, sah ich mich in
meinen Träumen als einen anderen
Menschen: Eine Kurzzeitmissionarin
(KZM). Später war es sehr ernüchternd,
zu erkennen, dass ich nicht nur
mein Gepäck von Zuhause mitgebracht
hatte, sondern auch mich selbst. So eine
Zeit lässt dich erkennen, wer du wirklich bist.
Manchmal würde man sich gerne in Luft auflösen oder
einfach heim fliegen, aber gerade dann ist es gut, zu
wissen, dass Gott mit einem ist und dass er einen versteht
und auch die Kraft gibt, weiterzumachen.
Mittlerweile bin ich schon über acht Monate in Kenia.
Ich durfte viel erleben. Es ist nicht einfach, und manches
war unerfreulich, aber ich darf erleben, wie Gott handelt.
Er hat mich auf wunderbare Weise beschenkt und ich
bin überglücklich, hier sein zu dürfen. Ich kann euch nur
empfehlen, wirklich auf den Ruf Gottes zu hören.
Lasst euch noch etwas
Raten:
Macht euch bloß nicht
auf eigene Faust auf die Socken! Spannt euere eigene
Familie und vor allem auch die eigene Gemeinde mit
ein! Ihr werdet staunen, wie wichtig ihre Gebete, ihre
Ermutigungen und auch ihre finanzielle Unterstützung für
euch sind. Gott wird die Menschen in besonderer Weise
segnen, die euch – wahrscheinlich schweren Herzens- mit
ihrem Segen losgeschickt haben.
Hat Gott in euer Herz gesprochen?
Worauf wartet ihr
dann noch? Schließlich gibt es wahrscheinlich irgendwo
Menschen, die Gott auf Knien darum bitten, jemanden
zu ihnen zu schicken, damit sie für
einige Zeit Unterstützung und Beistand
haben, um ihrem Ruf nachzukommen
und andere in Gottes Nähe
führen zu können. Ihr könntet ihre
Gebetserhörung sein!
Almut Fischer | |