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Erlebnisse eines Weltraum Missionars

Auszüge aus den ersten Briefen

 

III – Begegnungen sind schwierig

Es gibt Schwierigkeiten, mit denen wir überhaupt nicht gerechnet haben. Marsianer haben, das weiß ja auch jedes Kind, drei Arme und drei Bei- ne. „Na und?“, sagt der Durchschnittserdling, „Wo ist das Problem?“ Ein Problem? Jede Menge Probleme! Es beginnt schon bei der Begrüßung. Wir höflichen Velberter sind es gewohnt, beim Begrüßen die Hand zu geben. Die Marsianer begrüßen sich untereinander auch mit Handschlag, aber bei Menschen und Marsianern ist das nicht so einfach. Die rechte Hand gilt bei ihnen als heilig, denn damit essen sie und machen die meisten Arbeiten. Die linke Hand gilt als unrein, denn damit putzen sie sich ihren Popo ab. Bleibt zur Begrüßung die mittlere, dritte Hand. Aber bei Menschen sind sie verwirrt und geben uns eben nicht die Hand, weil sie weder unsere „heilige“ noch unsere „unreine“ Hand berühren wollen.

Ich habe keine Ahnung, wie man mit drei Beinen eigentlich vernünftig gehen kann, aber die Marsianer schaffen es. Wenn sie sich entspannen wollen, dann ziehen sie das rechte und linke Bein einfach an den Kör- per und stehen auf dem mittleren, ungefähr so, wie wir das von Flamingos kennen. Chillige Party-Atmosphäre auf marsianisch bedeutet also, alle stehen „mitt-beinig“ rum, reden, lachen, trinken und essen. Nur wir Erdlinge stehen auf beiden Beinen fest auf der Erde, bzw. auf dem Mars, und dadurch denken sie, wir sind auf dem Sprung und wollen gleich wieder gehen. Alles nicht ganz einfach, aber wir werden es schon schaffen …

Bis zum nächsten Mal,
Eure M & Ms*

 

IV – Verkündigung auf marsianisch

 Evangelium verkünden ist die einfachste Sache der Welt. Das kann doch jeder! Und wir lernen es ja sogar schon in der Kinderstunde: „Der Mensch ist Gottes gutes und reines Geschöpf, entfernt sich aber von Gott durch seine bösen Taten und befleckt sich mit den Sünden dieser Welt. Weil Gott diese Trennung nicht wollte, schickte er seinen Sohn auf die Erde und mit seinem Blut wäscht er uns total weiß und rein. Der Schuldschein ist wieder weiß gewischt und am Ende steht Seine Braut, die Gemeinde, in reinen, weißen Kleidern vor Ihm!“ Klar, oder?

NUR, die Marsianer fragen sich, warum sollte es irgendjemand weiß haben wollen? Hier ist alles rot! Und das finden sie auch gut so! Und Kleidung wird auch nicht schmutzig, denn es gibt nur roten Marsstaub der sich auf rote Marskleidung setzen kann und dass die Marsianer den roten Staub auf ihren roten Fußböden, Regalen und Sofas lieben, erzählten wir ja schon. Es schien so, als würden alle meine schönen Erd-Bibelschul-Erklärungen nicht helfen. Wir waren echt hilflos!

Bis wir das GRMPFL kennenlernten …


Frank Schünemann, Jugendleiter und Pastor der Christlichen Gemeinschaft in Velbert

Das GRMPFL ist ein Tier, ähnlich wie unser Schaf, nur etwas größer mit einem großen Euter. Natürlich hat es rote Wolle und gibt rote Milch usw . . . Aber das GRMPFL hat uns endlich den Vergleich für Sündenvergebung geliefert. Denn manchmal werden GRMPFLs mit kleinen Farbfehlern geboren, da gibt es dann hellere, fast weiße Stellen und die Marsianern sind entsetzt. Dann wird eine Spezial-Farb-Staub-Pigment-Mischung benutzt, um das Fell komplett schön rot zu machen.

So macht Gott das mit uns auch, wenn wir unsere Fehler bemerken, dann färbt er uns mit dem Blut seines Sohnes wieder schön gleichmäßig rot! Toll, dass Gottes Werk sogar auf dem Mars zu erklären ist …
 
Bis zum nächsten Mal,
Eure M & Ms*

   
 

*) Mission ist auf dem Mars offiziell nicht erlaubt,
   deshalb benutzen wir dieses Kürzel für Mars- Missionare, d. Red.

   

 

 

 

 

 

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