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Vom 2. – 5. November 2004 fand in Nepalganj eine Konferenz der Asssemblies of God-Pfingstgemeinden statt, zu der ca. 300 Delegierte der nepalesischen Gemeinden und einige ausländische Gäste eingeladen waren. Sie feierten ein besonders Jubiläum, denn vor 50 Jahren kam die erste Familie in West-Nepal zum Glauben an Jesus Christus. Zu den ausländischen Gästen gehörten auch Siegfried & Monika Bongartz, Stefan & Maria Winkler und Helmut Timm von der Velberter Mission. Von morgens 8.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr fanden täglich verschiedene Versammlungen statt. In den Andachten, Bibelauslegungen, Zeugnisstunden, im gemeinsamen Singen und Predigten priesen und ehrten die Gläubigen den Gott und Vater ihres Herrn Jesus Christus. Ein besonderer, bewegender Augenblick war es, als die Namen von 26 Männern und Frauen der ersten Stunde verlesen wurden, die um ihres Glaubens willen im Gefängnis waren. Einige dieser Brüder und Schwestern konnten in der Versammlung anwesend sein, und die Leiter der Gemeinden ehrten sie mit einem kleinen Geschenk, einem warmen Schal.
Weil christliche Missionsarbeit im einzigen Hindu-Königreich der Welt verboten war, eröffneten verschiedene ausländische Missionsgesellschaften am Anfang des 20. Jahrhundert ihre Missionsstationen an der nordindischen Grenze zu Nepal. Von hier aus versuchten sie, das Evangelium den unerreichten Menschen zu sagen, wenn diese zum Handel oder für Arbeit nach Indien kamen. Schon früher als 1921 wurde der Ort von amerikanischen Missionaren der Assemblies of God für ihre Arbeit ausersehen. Hier gründeten sie eine Gemeinde und ein Waisenheim für Kinder. Als die letzte Missionarin 1968 das Land verließ, übergab sie deutschen Missionaren der Velberter Mission die Verantwortung, die Arbeit fortzuführen. Langjährige Leser der VM-Missionsnachrichten wissen, dass dadurch über die vielen Jahre zigtausenden Menschen in Indien und Nepal nach Leib, Seele und Geist geholfen wurde.
In konnten nämlich nepalesische Evangelisten wohnen, um von hier aus trotz der drohenden Gefahren nach Nepal gehen. Einer, den Gott als Pionier und Apostel dafür ausersehen hatte, war Barnabas Rai. Auf der oben erwähnten Konferenz wurde sein Name immer wieder erwähnt. Er war es nämlich, der sich mit seiner Frau in niederließ, um von hier aus seinen Landsleuten das Evangelium zu sagen. In den Jahren 1953/1954 besuchte er regelmäßig eine Familie in Nepalganj, die als erste zum Glauben an Jesus Christus gekommen war. Ich selbst hatte das Vorrecht, mit diesem schlitzäugigen Mann zusammen zu arbeiten. Er selbst stammte aus einer Hindu-Familie und hatte nicht die Gelegenheit bekommen, zur Schule zu gehen. So brachte er sich selbst das Lesen und Schreiben bei. Nach seiner Bekehrung und Empfang der Geistestaufe wurde die Bibel sein Lieblingsbuch, welches er in Hindi und Nepalesisch lesen konnte. Für ihn war alle Krankheit vom Teufel und dem musste im Namen Jesu geboten werden. Und siehe da, in vielen Fällen heilte der Herr und ehrte seinen einfältigen Glauben. Als es dann in Nepal ein gewisses Maß an Freiheit für die Christen gab, gab es für Barnabas kein Halten mehr. Er wohnte seit 1971 in Nepalganj. Von hier aus hat er viele Dörfer aufgesucht und Menschen für das Reich Gottes gewonnen.
Wir danken Gott für das faszinierende Wachstum der Gemeinde Jesu und wünschen den Geschwistern der 225 Gemeinden der Assemblies of God,
dass sie mit den Christen der anderen Gemeinden auch in den augenblicklichen Unruhen und Gefahren in Einheit zusammenstehen, um weiterhin ein Licht für ihren Herrn zu sein.
Helmut Timm
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Südasien 117
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